Was ist eine Allergie?

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ID #1003

Drei Phasen der Allergie

Tritt eine Allergie auf, so durchläuft der Körper immer drei Phasen, die wären:

1. Sensibilisierungs-  Phase

Trifft ein Allergen das allererste Mal in unserem Leben auf unser Immunsystem, wird die Sensibilisierungs-Phase durchlaufen. Es treten dabei keinerlei Symptome auf. Das Immunsystem merkt sich das Allergen dabei, um das Allergen bei einem späteren Kontakt erneut zu erkennen und darauf reagieren kann.

Damit dies geschieht erfolgt der Erst-Kontakt des Allergens durch die Haut oder Schleimhaut. Das Allergen trifft dann im Zwischenzellraum ( Interstitium ) des Gewebes auf die so genannten Fresszellen ( Makrophagen ). Diese Fresszellen nehmen das Allergen auf und zerkleinern dies; hier beginnt die Sensibilisierungs-Phase. Bei dieser Prozedur entstehen Fragmente, die darauf auf der Zelloberfläche der T – Lymphozyten, dies sind bestimmte weiße Blutkörperchen bzw. Leukozyten, abgelegt werden. Schließlich wird das Allergenfragment von den T – Zellen erkannt, welche sich nun an sie binden.

Durch diese Bindung angeregt, schütten die T – Zellen Interleukin und noch andere chemische Botenstoffe aus. Dies hat die Folge, dass eine andere Gruppe von weißen Blutkörperchen, die B – Lymphozyten, zu Plasmazellen anreifen und somit allergietypische Antikörper produzieren und ausschütten kann.

Die Herstellung der Antikörper vom IgE – Typ kann einige Tage bis zu Wochen andauern. Man kann davon ausgehen, dass die entstandenen Antikörper ein Leben lang sowohl im Gewebe als auch im Blutstrom an bestimmte Zellen des Immunsystems angeheftet bleiben.

2. Reaktions-  bzw. Akut – Phase

Bei einem Zweit – Kontakt oder jedem weiteren Kontakt zwischen dem Allergen und unserem Organismus kommt es zur Reaktions-  bzw. Akut – Phase. Dabei heften sich die erneut eindringenden Allergenmoleküle an die bereits produzierten IgE – Antikörper der Mastzellen. Dadurch wird die Mastzelle angeregt hochwirksame Substanzen abzugeben, die entweder auf direktem oder indirektem Wege allergische Symptome erzeugen. In der Regel sind dies Prostaglandine, Leukotriene und das bekannte Histamin.

3. Entzündungs- Phase

Kommt es zu einem ständigen Kontakt mit dem Allergen, so tritt das dritte, häufig chronische Stadium auf. Es wird nun von den Wirkstoffen, die von den aktivierten Mastzellen ins Gewebe ausgeschüttet werden, weitere im Blut zirkulierende Immunzellen angeregt ins Gewebe überzutreten. Zu diesen Immunzellen zählen folgende Zellen:

  • Weiße Blutkörperchen ( basophile und eosinophile Granulozyten )
  • T – Lymphozyten
  • Monozyten ( Vorläufer der Makrophagen )

Diese Zellen produzieren weitere Entzündungsstoffe und geben sie ebenfalls ab. Auf diese Art und Weise wird die Immunaktivität aufrecht gehalten und das betroffene Gewebe im Enddefekt mit einer Entzündung dauerhaft geschädigt.

© allergien.com

Allergie Tags: Allgemeines

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Letzte Änderung des Artikels: 2010-03-15 21:22
Autor: MedUni Redaktion
Revision: 1.5

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