Die Pollen werden in der Natur entweder vom Wind oder von den Insekten verbreitet ( Insekten- / Windbestäuber ). Sie sind zudem am häufigsten an einer allergischen Reaktion beteiligt.
Die Pollen der Bäume, Kräuter und Gräser werden vom Wind überall hin verteilt und fliegen die ganzen Frühlings- und Sommermonate in der Luft. Da sie sehr fein sind, können sie tief in unsere Atemwege eindringen. Es reichen bereits nur wenige Pollen aus, um eine allergische Reaktion auszulösen.
Folgende Symptome sind dabei typisch:
- Die Augen jucken, tränen und sind gerötet
- Die Nase juckt und läuft
Je mehr Pollen in der Luft sind, desto stärker sind auch dementsprechend die Beschwerden. Vor allem, wenn es ein sonniger, trockener Frühlings- oder Sommertag mit mäßigem Wind ist. Von dem Wind werden die Pollen kurzzeitig aufgewirbelt und so verbreitet. Kommt jetzt aber ein Regenschauer über mehrere Tage, so ist die Pollenkonzentration gleich wieder niedrig, sodass keine Symptome auftreten.
Man hat herausgefunden, dass auf dem Land die Pollenkonzentration am Morgen und in der Stadt am Abend am schlimmsten ist.
Die Pollen von bunten Blütenpflanzen dagegen, sind in der Regel schwer, groß und klebrig, sodass sie von den Insekten bestäubt werden. Wegen ihrer Größe lösen sie allerdings nur sehr selten eine Allergie aus.
In der Regel fliegen die Pollen der Bäume am Anfang des Jahres zuerst, danach folgen die Pollen der Gräser und gegen Mitte bzw. Ende des Jahres die Pollen der Kräuter. Zwar können die klimatischen Bedingungen die Blühzeit etwas verschieben, jedoch gilt immer dieses Prinzip.
Auf dem abgebildeten Pollenflugkalender können Sie die Jahreszeitliche Verbreitung der Pollen sehen.
→ Pollenkalender

Leidet jemand zum Beispiel unter einer Roggen- Allergie, so muss derjenige keineswegs auf ein Roggenbrot verzichten, denn die Backhitze verändert die Allergene so, dass der Körper keine Reaktion mehr auslösen kann.
Die Schwere der Beschwerden und überhaupt die Pollenallergien haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Auch wird die immer früher einsetzende und zugleich verlängerte Blühzeit der Pflanzen als Grund angesehen. Dies beruht wahrscheinlich auf die Klimaerwärmung. Es ist nachgewiesen worden, dass seit dem Jahr 1976 die Pollenflugmengen um das 6,5 – fache zugenommen hat.