Bei den Nahrungsmittel–Allergien (oder Lebensmittelallergien) werden zwischen immunologisch und nicht- immunologisch vermittelte Reaktionen unterschieden. Für die nicht- immunologische Unverträglichkeit wird auch gerne der Begriff „Nahrungsmittel-Intoleranz“ benutzt. Hierzu gehören die Unverträglichkeiten gegenüber Konservierungs- und Farbstoffen. Ebenso ist die Milchunverträglichkeit bei einem bestimmten Enzymmangel ein gutes Beispiel dafür. Dies bedeutet, dass wenn zum Beispiel ein Mangel an dem Enzym Lactase besteht, führt dies zur Lactose–Intoleranz.
Die immunologisch vermittelten Nahrungsmittel- Allergien werden noch mal in folgende unterteilt:
- Allergische Reaktion
- Pseudoallergische Reaktionen
Ein Beispiel für die pseudoallergische Reaktion ist die „Erdbeer-allergie“. Die Mastzellen werden dabei sofort dazu gebracht Histamin freizusetzen. Hier bestehen keine Antikörper. Die allergischen Reaktionen dagegen sind sozusagen die „echten“ Allergien. Dabei sind die Allergien vom Typ I IgE- vermittelt und die vom Typ II, III und IV nicht- IgE- vermittelt. Allerdings sind diese vom Typ I die häufigste unter den Nahrungsmittelallergien.
Sobald man ein Nahrungsmittel verzehrt, können bei den Betroffenen schon Symptome auslösen. Ein Kratzen und Schwellungen im Hals sind nahe nicht selten.
Die allergische Reaktion macht sich dann im Magen-Darm-Trakt durch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schmerzen bemerkbar. Nichts desto trotz macht sich so eine Nahrungsmittelallergie an der Haut bemerkbar. Die Allergene werden durch den Darm aufgenommen und schließlich über das Blut in den ganzen Organismus transportiert.
Es können alle atopischen Beschwerdebilder erscheinen:
- Allergische Rhinitis
- Allergisches Asthma bronchiale
- Urticaria (Nesselsucht)
- Lid-, Lippen- und Kehlkopfschwellung
- Anaphylaktischer Schock
Werden die Nahrungsmittel z. B. gekocht, so werden sie verändert und können ihre allergene Wirkung verlieren. Allerdings sind auch viele darunter, die hitzebeständig sind, wie zum Beispiel Kasein.
Um eine Nahrungsmittel-Allergie wirklich diagnostizieren zu können, besteht eine lange Prozedur. Hauttests beim Hautarzt sind in der Regel sehr unzuverlässig, wenn es um eine Nahrungsmittelallergie geht. Das einzige, um wirklich Klarheit zuschaffen, ist die Selbstbeobachtung des Patienten und das Führen eines Tagebuchs. Dort sollten die Symptome und die verzehrten Nahrungsmittel notiert werden.
Es werden zur Diagnostik auch Allergie- und Suchdiäten befürwortet. Es werden nach und nach immer mehr Nahrungsmittel mit eingebunden. Auf diese Art und Weise könnte ein Such- Test bei einem Erwachsenen aussehen:
- Stufe I → Milch und Milchprodukte
- Stufe II → Kohlenhydrate und Gemüse
- Stufe III → Fleisch
- Stufe IV → Geflügel und Ei
- Stufe V → Fisch und Meeresfrüchte
- Stufe VI → Gemischte Mahlzeiten mit Farb- und Konservierungsmitteln
In dem Kapitel „Nahrungsmittel- Allergene“ finden Sie eine Liste, wo die wichtigsten Nahrungsmittel- Allergene aufgelistet sind.