Neben der Bezeichnung „Nesselsucht“ werden auch noch häufig umgangssprachlich die Bezeichnungen „Nesselausschlag“ und „Nesselfieber“ gebraucht. Der medizinische Fachbegriff heißt „Urticaria“. Alle Bezeichnungen werden von der Brennnessel abgeleitet, da typische Hautveränderungen, wie auch bei dem Hautkontakt mit einer Brennnesselpflanze, auftreten.
Es treten Symptome auf wie:
- Hauterhebungen ( Quaddeln )
- Rötung
- Juckreiz
- Brennen
Diese Quaddeln treten durch Wassereinlagerungen in der Lederhaut auf und können bis zu 24 Stunden bestehen bleiben.
Es gibt zwei verschiedene Formen der Nesselsucht. Zum einen die akute und zum anderen die chronische Nesselsucht. Unglaubliche 20 bis 30 % der Bevölkerung haben schon einmal an einer akuten Nesselsucht gelitten; in den meisten Fällen ist der Auslöser jedoch unbekannt.
Typische Auslöser sind:
- Nahrungsmittel
- Medikamente ( vor allem Schmerzmittel wie ASS )
- Physikalische Reize ( Wärme, Kälte, Sonnebestrahlung, Druck, Überanstrengung )
Auch hier wird wieder das Histamin in den Mastzellen der Haut freigesetzt. Da das Histamin die Durchlässigkeit der feinen Blutgefäße ( Kapillaren ) erhöht, kann Wasser ungehindert in das Gewebe übertreten und es kommt zu einer Schwellung ( Ödem ). Durch eine gesteigerte Durchblutung kommt es zur Rötung der Haut. Werden die freien Nervenendigungen der Haut gereizt, so entsteht ein Juckreiz.
Um die Nesselsucht festzustellen sind aufwändige Verfahren notwendig. Diese werden jedoch nur bei einer chronischen Nesselsucht durchgeführt.
Bei akuten Beschwerden werden in der Regel Antihistaminika oral gegeben. Handelt es sich um schwere Fälle, werden Glucocorticoide, ebenfalls oral, verabreicht.