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Arzneimittelallergien

Arzneimittelallergien kommen sehr häufig vor. Ungefähr jeder 20. Patient, der ins Krankenhaus eingeliefert wird, hat ein Arzneimittel nicht vertragen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für solch eine Unverträglichkeit an. Daher sind Kinder auch seltener betroffen.

Werden äußerliche Medikamente angewandt, so führt dies oft zu einem örtlich begrenzten Kontaktekzem. Bei oral eingenommenen Arzneimitteln kommt es häufig zu einem Arzneimittel-Exanthem.

Bei einem Arzneimittel- Exanthem ist folgendes typisch:

  • Tritt oft am Kopf und Rumpf auf
  • Flächenhafte Rötung
  • Juckreiz
  • Bläschenbildung

Diese Symptome treten meistens erst nach Stunden, Tagen oder Wochen nach Einnahme des Medikaments auf. Dies macht das Stellen der Diagnose deswegen recht schwierig. Viele Arzneimittel- Exantheme verlaufen leicht und klingen auch von alleine wieder ab.

Es ist bekannt, dass Penicilline, vor allem Ampicillin, ein Exanthem erst nach acht bis zehn Tage verursacht, wenn allergisch reagiert wird.

Bei Analgetika, z. B Propyphenazon, tritt ein Arzneimittel- Exantheme, das immer auf bestimmte Regionen begrenzt ist, dagegen schon nach acht bis 36 Stunden auf.

Auch kommt es vor, dass die Arzneimittel-Allergie eine lebensbedrohliche Form annimmt. Hauptsächlich ist das bei dem Sulfonamid- Antibiotika und dem Schmerzmittel Metamizol der Fall. Hier kommt es dann zu dem Syndrom der verbrannten Haut ( Lyell- Syndrom ). Zusätzlich treten etwa zwei Wochen nach der Medikamenteneinnahme zu heftigen, grippeähnlichen Allgemeinsymptomen und Fieber. Am Anfang bildet sich eine große Fläche mit einer Rötung aus, es bilden sich große Blasen und letztendlich löst sich die Haut in großen Fetzen ab. Es ist auch möglich, dass innere Organe und Schleimhäute mit betroffen sind. Daher ist dringend eine intensivmedizinische Behandlung nötig.

Tipp: Weitere nützliche Informationen zum Thema Arzneimittel finden Sie unter: http://www.arzneimittel.com

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Allergie Tags: Allergische Erkrankungen

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