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Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung (Allergieimpfung oder Spezifische Immuntherapie) genannt, ist neben der Vermeidung der Allergene eine weitere Möglichkeit der Allergie auf den Grund zu gehen. Dabei werden immer zunehmende Mengen dieses speziellen Allergens verabreicht. Dies hat zu Folge, dass der Körper sich langsam an das Allergen gewöhnt und schließlich nicht mehr allergisch bzw. abgeschwächt allergisch reagiert.

Die Hyposensibilisierung wird von einem allergologischen Facharzt durchgeführt.

Zuerst wird ein genauer Allergietest durchgeführt um danach eine wässrige Lösung von Allergenextrakten zusammenzustellen. Diese Extrakte werden dann regelmäßig, alle drei bis fünf Tage oder wöchentlich, subkutan ( unter die Haut ) verabreicht. Wichtig ist, dass die Behandlung mit einer niedrigen Kontentrationsstärke beginnt und stufenweise bis zur gewünschten maximalen Dosis gesteigert wird. Allerdings geschieht dies nur, wenn die vorrherige Injektion gut vertragen wurde. Letztendlich wird die maximale Dosis in der Regel ein ganzes Jahr lang gespritzt.

Ein Makel bei der ganzen Sache ist, dass es sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Es kann sein, dass die Prozedur bis zu drei Jahre oder auch länger dauert. Dabei muss das Anwendungsschema strikt eingehalten werden. Und die Erfolgsquote  liegt nur bei 50 bis 70 Prozent.

Generell werden bei Insektengiften-, Pollen- und Hausstaub- Allergien die besten Erfolge gesehen. Bei Nahrungsmittelallergien und Atopischen Ekzemen (Neurodermitis) ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Hyposensibilisierung anschlägt, sehr gering. Ebenso für ein Erfolg spricht die frühe, in einem jungen Alter, Durchführung der Hyposensibilisierung. Denn die Allergie besteht noch nicht so lange und der Körper kann sich so besser an das Allergenen gewöhnen.

Wenn die allergischen Symptome so arg ausgeprägt sind, so dass eine zusätzliche medikamenttöse Behandlung notwendig ist, kann dies ohne Probleme geschehen.

Bei der Durchführung der Hyposensibilisierung können durchaus erhebliche Nebenwirkungen auftreten. Diese haben aber durch die besser gereinigten und standartisierten Allergen- Extrakte in den Jahren deutlich abgenommen.

Es kann nach der Injektion zu Hautreizungen an der entsprechenden Stelle kommen. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass ein anaphylaktischer Schock auftritt. Daher ist es umbedingt notwendig, dass der Patient 30 Minuten, besser noch bis zu zwei Stunden, nach der Injektion in der Praxis bleibt, damit gegebenenfalls sofort eingegriffen werden kann.

An dem Injektionstag ist auf Alkoholgenuss, Saunabesuche und körperliche Anstrengung zu verzichten.

Zudem sollte genau abgewägt werden, ob eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden soll.

Bei folgenden Indikationen ist dies ratsam:

  • Schwere des Krankheitsbildes
  • Nachgewiesene IgE- vermittelte Allergie
  • Unbefriedigte Wirkung der medikamentöse Behandlung
  • Unmögliche- oder unzureichende- Vermeidung der Allergene
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Allergie Tags: Behandlungsmöglichkeiten

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