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Keine Frühlingsfreude für Allergiker

Etwa 20 Millionen Bundesbürger sind Allergiker. Neben Hausstauballergien am weitesten verbreitet ist Heuschnupfen mit rund 12 Millionen Betroffenen. Sobald Bäume und Gräser zu blühen beginnen, leiden die Patienten unter brennenden oder juckenden Augen, einer laufenden Nase, Husten und manchmal auch schweren Asthmaanfällen. Besonders häufige Auslöser von Heuschnupfen sind Birken-, Erlen-, Hasel- und Gräserpollen.

Während in milden Wintern oftmals schon Ende Januar ein mäßiger Pollenflug beginnt, kündigt der Ärzteverband Deutscher Allergologen für dieses Jahr aufgrund der lang anhaltenden kalten Temperaturen „synchronen Pollenflug“ an. Mit fatalem Effekt: Allergiker erhalten die geballte Ladung auf einmal und müssen entsprechend mit einer Verschlimmerung der Beschwerden rechnen. Vor allem Heuschnupfenpatienten, die auf den Blütenstaub der Birke allergisch reagieren, haben ein schweres Los gezogen. Denn das Jahr 2010 ist ein so genanntes Pollenmastjahr der Birke. Das heißt, der Baum setzt besonders viel Blütenstaub frei. Entsprechend werden mehr Betroffene verstärkt allergisch reagieren. Sogar Menschen, die bislang keine Symptome aufzeigen, könnten eventuell Probleme bekommen.

Die Aussichten für Allergiker in den kommenden Jahren sind nicht viel erfreulicher: Aufgrund des Klimawandels, der besonders in Herbst und Winter für einen deutlichen Trend zur Erwärmung sorgt, verringert sich die pollenfreie Zeit auf wenige Wochen. Diese Prognose ließ die Stiftung Deutscher Pollenfluginformationsdienst nach Auswertung einer Siebenjahresstudie verlauten.

Allgemein wird bei Allergien zur Vermeidung der Allergene (allergieauslösende Substanzen) geraten. Dem allgegenwärtigen Blütenstaub können Heuschnupfenpatienten jedoch kaum entrinnen. Mediziner empfehlen, die Wohnung nur in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden zu lüften. Wer es sich leisten kann, sollte gegebenenfalls in eine pollenfilternde Klimaanlage investieren. Zur Linderung der Beschwerden setzen Ärzte auf eine medikamentöse Therapie mit so genanntenAntihistaminika. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit stellt die Hyposensibilisierung dar, bei der das Allergen in regelmäßigen Abständen und geringer Dosierung unter die Haut gespritzt wird, bis der Allergiker immer weniger darauf reagiert.

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