Nickelallergie - Ärzte raten: Allergene möglichst vermeiden!
Die Nickelallergie ist, genau wie andere Allergien auch, eine Autoimmunerkrankung. Das Tückische bei dieser Allergie ist jedoch, dass man sie meist erst nach längerem Hautkontakt mit Nickel bemerkt. Die Symptome sind üblicherweise Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, Brennen, Bläschenbildung und Nässen. Diese Reaktionen sind nicht zwingend auf die Kontaktfläche begrenzt, sondern können sich weit darüber hinaus erstrecken. Auch für einen Fachmediziner kann es schon einmal schwierig werden, die Symptome eindeutig zuzuordnen. Wichtig ist es daher, den Arzt möglichst genau über die individuellen Lebensgewohnheiten zu informieren.
Gegen eine Nickelallergie können Patienten bis heute nur wenig selbst tun. Allergiker müssen Nickel schlichtweg konsequent vermeiden. Ob ein Schmuckgegenstand Nickel freisetzt, lässt sich beispielsweise mithilfe eines Nickeltests aus der Apotheke überprüfen. Dabei handelt es sich um einen Farbtest, bei dem zunächst Ammoniumhydroxidlösung auf ein Wattestäbchen aufgetragen wird. Anschließend berührt man damit das fragliche Objekt. Färbt sich das Test-Wattestäbchen dabei rot, ist dies Indiz dafür, dass der Gegenstand nickelhaltig ist.
Auch ein einfacher Selbsttest kann aufschlussreich sein. Dafür legt man eine Münze auf einen Hautbereich, der normalerweise nicht mit Nickel in Berührung kommt, also zum Beispiel auf die Innenseite der Arme. Rötet sich die Haut oder kommt es zu einem Ausschlag, ist es sehr wahrscheinlich, dass man unter einer Nickelallergie leidet.
In Arztpraxen werden Nickelallergien meist mit einem Patch- oder Epikutan-Test festgestellt. Nach zwei bis drei Tagen lässt sich anhand der Hautreaktion das Ergebnis ablesen – das jedoch nicht immer hundertprozentig sicher ist.
Eine akute Nickelallergie kann vorübergehend gut mit Glukokortikoiden behandelt werden. Kortison wirkt im Fall einer Nickelallergie sehr rasch, sollte jedoch innerhalb kürzester Zeit wieder abgesetzt werden. Mit der bei anderen Allergien sonst so erfolgreichen Desensibilisierung konnten Ärzte bei Nickelallergien bislang keine guten Ergebnisse erzielen.