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Sonnenallergie und Mallorca-Akne

Bei vielen Sonnenfreunden hinterlassen die ersten Sonnenbäder des Jahres unangenehme Spuren: Quaddeln, juckende Flecken oder Bläschen an Dekolleté, Armen, Beinen, Nacken und Schultern sind die typischen Symptome einer Sonnenallergie. Betroffen sind vor allem Frauen und Menschen mit sehr heller Haut.

Die Sonnenallergie wird durch UV-Strahlung ausgelöst, die zu einer überschießenden Immunreaktion führt. Dermatologen raten, Sonnencremes mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor zu verwenden. Auch Lotionen mit zusätzlichen Antioxidantien können helfen, die Haut zu schützen. Wer bereits weiß, dass er unter einer Sonnenallergie leidet, kann vorbeugend eine Lichttherapie beim Arzt durchführen lassen. Im Akutfall bleibt den meisten Patienten allerdings nichts anderes als der Griff in den Medikamentenschrank. Die Einnahme von Antihistamika unterbindet die allergische Reaktion und lässt die unangenehmen Hautirritationen rasch verschwinden. Bis zum Abklingen der Beschwerden sollten die Betroffenen möglichst die Sonne meiden beziehungsweise auf eine ausreichende Kopf- und Körperbedeckung achten.

Sonnenallergie kann übrigens auch die Augen betreffen. Kontaktlinsenträger haben dabei ein besonders hartes Los zu tragen. Durch die Sonnenallergie wird das Auge stark gereizt, was ein Tragen der Linsen nahezu unmöglich macht. Die Betroffenen müssen dann auf eine normale Brille ausweichen. Zur Vermeidung einer Sonnenallergie der Augen empfehlen sich Sonnenbrillen mit UV-Schutz oder Kontaktlinsen, die das UV-Licht filtern.

Nicht zu verwechseln ist die Sonnenallergie mit der so genannten Mallorca-Akne. Auch diese entsteht durch Sonnenstrahlung auf die unvorbereitete Haut, wobei die Sonne nicht allein für das Leiden verantwortlich ist. Stattdessen handelt es sich bei dieser Hautreaktion um eine Variante der polymorphen Lichtdermatose. Dabei reagieren durch das UV-Licht gebildete Radikale mit den Inhaltsstoffen – in der Regel Fette und Öle – der Sonnencreme. Meist verschwinden die kleinen Pickel jedoch rasch wieder, wenn die Patienten das Sonnenlicht über einige Zeit hinweg meiden. Zudem kann es hilfreich, von Sonnencreme auf ein Sonnengel oder -spray umzusteigen.

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