Allergisch auf Kürbis und Kürbisgewächse

Ob Kürbissuppe, Kuchen oder witzige Halloween-Deko – Herbstzeit ist Kürbiszeit. Doch nicht jedem bekommt das saisonale Gemüse. Wer unmittelbar nach dem Verzehr unter allergischen Symptomen leidet, könnte von einer „Kürbisallergie“ betroffen sein. Dabei wehrt sich das Immunsystem nicht nur gegen den handelsüblichen Kürbis, sondern gegen sämtliche Kürbisgewächse, die neben der Melone (Honig- und Wassermelone), Zucchini und Gurke noch rund 800 weitere Sorten umfassen. Doch wie macht sich eine Kürbisallergie überhaupt bemerkbar? Inwiefern kann sie das Auftreten einer Kreuzallergie begünstigen? Und was kann ich als Allergiker tun?


Allergisch auf Kürbis und Kürbisgewächse

Kürbis & Kürbisgewächse

Allergisch auf Kürbis und Kürbisgewächse – Fotolia © neirfy

Kürbisunverträglichkeit – typische Symptome

Betroffene berichten von einem Brennen im Mund- und Rachenbereich, dem Anschwellen von Zunge, Lippen und Mundschleimhäuten sowie Magen-Darm-Beschwerden. In besonders schwerwiegenden Fällen sind auch anaphylaktische Symptome nicht auszuschließen, die bis zum allergischen Schock gehen können. Sollten diese oder ähnliche Begleiterscheinungen unmittelbar nach dem Genuss von Kürbis auftreten, ist ein Besuch beim Allergologen zu empfehlen. Mithilfe eines Allergietests lässt sich die konkrete Ursache für die körperliche Überreaktion ermitteln. Bei Verdacht auf eine Kürbisunverträglichkeit wird zusätzlich ein Pricktest angeordnet, der den Körper auf mögliche Kreuzreaktionen hin untersucht. Gerade für Allergiker mit einer diagnostizierten Pollenunverträglichkeit herrscht erhöhte Alarmbereitschaft. Besondere Vorsicht ist bei Birken-; Erlen- und Gräserpollen sowie dem Frucht-Latex-Syndrom geboten.

Diagnose: Kürbisunverträglichkeit – und was nun?

Ob Kreuzreaktionen oder Kürbisallergien – mit der richtigen Therapieform sind Unverträglichkeiten schnell in den Griff zu bekommen. Dabei muss nicht gänzlich auf das beliebte Herbstgemüse verzichtet werden. Ärztlich verordnete Antiallergika versprechen eine sofortige Linderung der unangenehmen Symptome. Die langfristige Lösung: Hyposensibilisierung. Diese versucht das Immunsystem langsam gegen das Allergen abzuhärten, sodass es eine Immunität entwickeln kann. Schlägt die Behandlung an, sollten die allergischen Reaktionen stetig abnehmen. Ob sich eine Hyposensibilisierung aber tatsächlich lohnt, ist von Patient zu Patient verschieden. Hier kann der Allergologe Klarheit verschaffen. Handelt es sich um eine Kreuzallergie, hat sich der individualisierte Diätplan bewährt. Er ist immer noch die einfachste und sicherste Methode, den Kürbis oder die „schuldigen“ Früchte dauerhaft vom Speiseplan zu verbannen.



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