Allergien bei Kindern: Moderne Therapiemöglichkeiten

Laut dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte reagieren rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen allergisch auf Pollen, Tendenz steigend. Sie werden von Niesanfällen, laufender Nase und entzündeten Augen geplagt. Häufig können sie deshalb schlecht schlafen und sich in der Schule nicht konzentrieren – was sich manchmal sogar in den Noten  niederschlägt.

Kleine AllergikerNicht wenige der kleinen Allergiker benötigen ein ganzes Medikamentenarsenal: Augentropfen, Nasenspray, Tabletten und Inhalationsspray gegen Asthma. Bei leichtem Heuschnupfen setzen viele Ärzte auf Mastzellenstabilisatoren wie Cromoglicinsäure. Diese beugen Heuschnupfen vor, eignen sich allerdings nicht, wenn es akut wird. Mittlere bis schwere Beschwerden können mit Antihistaminika behandelt werden. Kinder mit Allergien können diese Medikamente theoretisch langfristig einnehmen und vertragen sie in der Regel gut.

Der Nachteil: Die Präparate müssen häufig mehrmals pro Tag angewendet, das heißt in die Nase gesprüht, in die Augen getropft oder inhaliert werden. Problematik Nummer zwei: Nicht alle Medikamente sind für Kinder geeignet. Je nach Darreichungsform und Dosis dürfen einige von ihnen beispielsweise erst ab dem Schulalter verschrieben werden. Wieder andere Wirkstoffe eignen sich überhaupt nicht für Kinder. Manche Medikamente hingegen unterliegen nur deshalb keiner Altersbeschränkung, weil sie entweder noch zu neu sind und keine Erfahrungen mit Kindern vorliegen, oder weil es keine für Kinder geeigneten Arzneiformen gibt.

Eine Alternative für kleine Pollenallergiker ist die Spezifische Immuntherapie (SIT). Sie ist die einzige Behandlungsform, die Allergien ursächlich therapiert und dabei auch dem gefürchteten Etagenwechsel und Asthma vorbeugen kann. Dies ist wissenschaftlich belegt.
Die SIT kann als Injektionstherapie (SCIT) oder – für Kinder meist weit angenehmer – mithilfe von Tabletten oder Tropfen durchgeführt werden (SLIT). Die SIT erfordert zwar ein wenig Geduld, dennoch bessern sich die Beschwerden meist nach wenigen Wochen. Nach drei Jahren sind viele der kleinen Patienten sogar ganz beschwerdefrei.

Allergien bei Kindern: Moderne Therapiemöglichkeiten
5 (100%) 3 votes

Informationen zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Unser Experte

Newsletter

Produkte für Allergiker

Facebook

Twitter

Google+

Allergie Archiv