Schutz vor Allergien: Warum es doch nicht so schlecht ist, wenn Eltern den Schnuller ablecken

Zugegeben, es ist nicht gerade die vornehme Art, wenn Eltern den heruntergefallenen Schnuller ihrer Kinder zum Reinigen ablecken. Doch diese Methode scheint aus Sicht von Allergologen durchaus sinnvoll zu sein. Denn eine schwedische Studie belegt, dass das Ablutschen des Schnullers das Allergierisiko der Kleinen senken kann.

Baby, Allergien und Schnuller

Warum es doch nicht so schlecht ist, wenn Eltern den Schnuller ablecken

Baby mit Schnuller – Fotolia © Anastasia Shilova

Für die Studie wurden 184 Kinder und ihre Eltern von der Geburt an für 18 oder 36 Monate begleitet. Untersucht wurde u. a., wie die Eltern den Schnuller reinigten: 74 Prozent der Babys bekamen einen Schnuller, fast alle Eltern säuberten ihn unter laufendem Leitungswasser. Etwa die Hälfte der Eltern nahm den Schnuller regelmäßig zusätzlich in den Mund, ein Großteil der anderen Hälfte kochte den Sauger regelmäßig aus.

Im Alter von anderthalb Jahren litten die Kinder, deren Eltern den Schnuller ableckten, seltener unter Asthma, Ekzemen oder Nahrungsmittelallergien als die Vergleichsgruppe, deren Schnuller regelmäßig ausgekocht wurde.



Die Forscher folgern aus diesen Ergebnissen, dass der Kontakt mit der Mundflora der Eltern die Entwicklung der Mundflora der Kinder beeinflussen und ihr Immunsystem positiv stimulieren kann. Dagegen fanden die Wissenschaftler keine Hinweise darauf, dass über das Ablecken des Schnullers Krankheitserreger oder Kariesbakterien von den Eltern auf die Kinder übertragen werden.



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