Asthma: Diagnose, Therapie, Prävention

Nicht wenige Allergiker leider neben klassischen Heuschnupfensymptomen auch unter Asthma bronchiale. Dabei kommt es im Zuge der allergischen Reaktion zu einer Verengung der Atemwege, was zu Husten und Atemnot führt.

Bei Verdacht auf Asthma bronchiale wird der Arzt zunächst die Lungenfunktion überprüfen, die Lunge abhören und die Dynamik der Atmung messen (Spirometrie). Zugleich wird der Gasgehalt des Blutes bestimmt. Weiterhin kommt ein Peak-Flow-Meter zu Einsatz, ein kleines Gerät, das die höchste Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft während einer forcierten Ausatmung misst. All dies gibt Aufschluss darüber, ob eine Verengung der Bronchien vorliegt. Wenn es sich um allergisches Asthma handelt, muss zusätzlich ein Allergietest – zum Beispiel ein Prick-Test – durchgeführt werden, um den Allergieauslöser genau zu identifizieren.




Asthma: Diagnose, Therapie, Prävention

Fotolia © Sabphoto

Die Behandlung von Asthma bronchiale erfolgt mit Medikamenten, die in der Regel inhaliert werden. Dabei unterscheiden Ärzte zwischen der Dauermedikation und der Bedarfsmedikation: Während die Dauermedikation die Beschwerden langfristig im Schach halten soll, lindert die Bedarfsmedikation hingegen akut auftretende Asthma-Symptome.
Auch präventiv können Allergie-Patienten mit Asthma bronchiale einiges tun. So sollten sie kalte Luft, Schadstoffe, Staub und Zigarettenrauch möglichst meiden, um die Lunge nicht noch mehr zu belasten. Auch beispielsweise durch Bakterien oder Grippe ausgelöste Infektionen der Atemwege können Asthma verschlimmern. Daher empfiehlt sich eine entsprechende Impfung. Während starke körperliche Anstrengung eher schadet, kann eine mäßige und regelmäßige sportliche Betätigung die Symptomatik verbessern.

Prävention und Therapie zugleich ist die Spezifische Immuntherapie (SIT), bei der der Körper durch kleine, stetig steigende Dosen des Allergens langsam an den Asthmaauslöser gewöhnt wird. Dafür muss sich die allergische Empfindlichkeit allerdings auf eine oder wenige Substanzen beschränken. Am vielversprechendsten ist die SIT bei Menschen unter 55 Jahren, die seit weniger als fünf Jahren Beschwerden haben.

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Eine Antwort auf "Asthma: Diagnose, Therapie, Prävention"

  1. Asthma ist wirklich etwas Gemeines, zumal es einfach jeden treffen kann. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Allergien plötzlich auftreten können und im schlimmsten Falle eben auch zu Asthma führen können. Und nichts ist Schlimmer, als keine Luft mehr zu bekommen.

    Glücklicherweise hat die Medizin offenbar auch hier Fortschritte gemacht. Es gibt ja immerhin schon einige Therapieansätze, die die Symptome deutlich mindern, auch wenn es keine komplette Heilung gibt. Aber wer weiß, vielleicht ist die Medizin irgendwann auch da so weit, dass es ein Heilmittel gibt.

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