Was tun bei einer Nickelallergie?

Die Nickelallergie zählt zu den häufigsten Kontaktallergien überhaupt. Fast jeder Zehnte ist davon betroffen. Bei den Allergikern handelt es sich insbesondere um jüngere Menschen, vor allem Mädchen und Frauen. Symptome sind Schwellungen, Hautrötungen, Juckreiz, Bläschenbildung und nässende Hautstellen.

Folgende Punkte sollten Patienten mit einer Nickelallergie im Alltag beherzigen:

  • Um allergische Reaktionen zu verhindern, müssen nickelhaltige Gegenstände gemieden werden. Das ist nicht einfach, da viele Gegenstände Nickelanteile aufweisen. Allergieauslöser können sein:  Schmuck, Piercings, Reißverschlüsse, Gürtelschnallen,  Münzen, Feuerzeuge, Rasierapparate, Schlüssel, Griffe, Büroartikel, Haushaltsgegenstände wie Besteck oder Kochgeschirr, Brillengestelle, bestimmte Kosmetikartikel, Nadeln und Drähte, außerdem Farben, Waschmittel, Mineralöl, Zement, und Kunstdünger.
  • In selteneren Fällen können auch Nickelspuren in der Nahrung allergieauslösend wirken. In diesem Fall ist bei Kakaoprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, Getreide, Kohlgemüse sowie Schalentieren Vorsicht geboten. Gemüse und Getreide sollte nach Möglichkeit stets geschält werden, da Nickel vorwiegend in der Schale angereichert wird. Eine gänzlich nickelfreie Ernährung ist nicht möglich, doch es genügt, die individuelle Toleranzschwelle nicht zu überschreiten.
  • Das Kochgeschirr sollte idealerweise aus Materialien wie Glas, Keramik, Ton, Teflon oder Emaille bestehen.
  • Die Gefahr lauert manchmal auch im Kaffee: Stammt er aus der Kaffemaschine, enthält er oftmals bis zu zehnmal mehr Nickel als der von Hand aufgebrühte.
  • Was Accessoires betrifft, so befindet sich Nickel vor allem in billigem Modeschmuck und Hosenknöpfen.
  • Häufig reagieren Nickelallergiker auch auf Textilien. Besonders bei der Herstellung dunkler Wäsche wird viel Nickel verwendet, um die Farbe an die Fasern zu binden. Daher empfiehlt es sich, neue Kleidung vor dem ersten Tragen  ein- bis zweimal zu waschen.

Bei akuten Symptomen sollte auf jeden Fall der Arzt konsultiert werden. Er kann beispielsweise Salben und Cremes verschreiben, die die Beschwerden lindern.

Weitere Informationen zum Thema Nickelallergie finden Sie unter nickelfrei.de

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