Das Ende aller Allergien: Heilung statt Symptomunterdrückung

Auslöser lästiger Allergien, etwa Heuschnupfen, lassen sich oft nicht leicht vermeiden. Bestimmte Nahrungsmittel muss ein Allergiker zwar nicht essen, doch Pollen kann ein Dorfbewohner im Grünen nicht umgehen. In solch unerbittlichen Fällen helfen moderne Antihistamine, beispielsweise Cetirizin: Diese Helfer lindern wenigstens Symptome. Künftig sollen Heilmittel einschränkende Allergien sogar heilen.

Das Ende aller Allergien




„Sie sind allergiefrei!“ – für hart betroffene Allergiker klingt dies wie ein Traum: Allergien zeigen unangenehme Erscheinungen bis hin zu lebensgefährdenden Anzeichen, etwa beim Verzehr von Erdnüssen. Die aktuelle Forschung zur Zukunft der Allergologie zielt daher konsequent auf die Beseitigung der entsprechenden körperlichen Ursachen.

Allergien als Überreaktionen

Eine Allergie gilt als überzogene Aktivität des Immunsystems gegen meist harmlose Fremdkörper. Dies lässt sich als besonders hohe Empfindlichkeit der körpereigenen Abwehr verstehen. Deswegen bedeutet Heilung einer Allergie, dass das Immunsystem jene Fremdkörper als unbedeutend einstuft. Als Vorstufe dieses Lernprozesses gilt die Desensibilisierung, die jene Fremdstoffe dem Körper absichtlich zuführt. Leider treten dabei oft allergische Symptome auf. Zudem mag eine Reaktion eben nicht allergisch sein, sondern der Abwehr echter Gefahren gelten.

Ansatz zur Heilung: das Vergessen der Überreaktion

Das Ende aller Allergien

Das Ende aller Allergien – Fotolia © tashatuvango

Es interessieren Ansätze, die den Körper die Auslöser einer Allergie ohne Abwehrreaktion erfahren lassen. Dazu sollen jene Allergene die Abwehr des Immunsystems unbemerkt passieren, um dessen Wurzeln zu erreichen: Leber, Milz und weitere Stellen. Dort erfolgt das Lernen des Systems zur Einschätzung des Gefährdungspotenzials eines Fremdkörpers.

Zum Einschmuggeln eines Auslösers tarnen Forscher ihn mit einer Haut aus winzigsten Teilchen. Diese Nanopartikel verlassen das eingeschleuste Allergen, sobald es Leber bzw. Milz erreicht: Dort könnte der Fremdkörper als harmlos begriffen werden – die unnötige Abwehrreaktion verschwindet. Als Fernhoffnung ließen sich so Allergien vollständig heilen. Letzlich will die Wissenschaft damit auch Autoimmunkrankheiten angreifen, etwa Asthma.

Fazit

In Zukunft allergiefrei – daran arbeitet die Forschung mit Hochdruck, um dem Allergiker ein angenehmeres Leben zu ermöglichen: ohne allergische Reaktion und ohne Nebenwirkungen von Medikamenten. Auf diesem Weg bleibt die Frage, welche körperlichen Reaktionen denn als allergisch anzusehen sind: Vielleicht schadet beispielsweise einem sogenannten Pollenallergiker der auslösende Stoff mehr als die Reaktion, während der Pollen andere Menschen nicht bedroht. Differenzierte Therapien werden hier also umsichtiges Verlernen von Allergien fördern, ohne nötige Abwehr zu schwächen.



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