Auch Ende August noch keine Ruhe für Pollenallergiker?

Bald Ende August und noch immer keine Ruhe für Pollenallergiker? Brennessel, Gräser, Beifuß und Ambrosia belasten schwer. Das Thema Heuschnupfen verbinden die meisten Leute mit dem Frühjahr, denn dann fangen Bäume, Sträucher und Gräser an zu blühen, ist Pollenzeit. Doch auch der Spätsommer wartet mit Blühpflanzen auf, die Allergiker schwer belasten können. Bis Mitte September ist mit mehr oder weniger starker Gräserblüte zu rechnen. Von Juni bis September hat außerdem die Brennnessel ihre Blühzeit, welche die Gräserbelastung verstärken kann, auch wenn reine Brennnessel-Allergien selten sind. Ein gewisses Risiko besteht aber durch sogenannte Kreuzallergien zu Getreide wie Weizen und Roggen. Das heißt, Betroffene mit Allergie gegen das eine, reagieren auch auf das andere.

Ende August – Leider noch keine Entwarnung für Pollenallergiker

Auch Ende August noch keine Ruhe für Pollenallergiker?

Auch Ende August noch keine Ruhe für Pollenallergiker? – Fotolia © Henry Schmitt

Menschen mit Überempfindlichkeiten gegenüber harmlosen Stoffen müssen generell mit weiteren Allergien rechnen, wenn die Belastung nur hoch genug ist. Sie sollten grundsätzlich potente Allergene meiden (Allergenkarenz), also auch im Spätsommer „auf der Hut“ bleiben. Günstig, wenn man weiß, was an potenten Allergenen in dieser Zeit in der Luft hängt. Da tauchen im August und September nämlich zwei Pflanzen auf, die ganz besonders schwere Allergien hervorrufen können: Beifuß und Ambrosia (Ragweed, beifußblättriges Taubenkraut). Der Beifuß ist ein weit verbreitetes Wildkraut, das an jeder Straßenecke zu finden ist. Allergien auf Beifuß sind viel häufiger als gemeinhin gedacht und Beifuß führt ebenfalls zu Kreuzallergien mit diversen Lebensmitteln, was diese Allergie besonders gefährlich macht.



Als extrem aggressiv gilt der Pollen von Ambrosia, eine sehr anpassungs- und widerstandsfähige Pflanze aus Nordamerika, die sich seit Jahren in Deutschland ausbreitet. Sie liebt Straßenränder, Großbaustellen und Schutthalden. Inzwischen sind fast 20% der Pollenallergiker allergisch auf Ambrosia, das Risiko, dass sich daraus Asthma entwickelt, ist besonders hoch.

Allen empfindlichen Menschen wird geraten, ihre Freizeitaktivitäten mit Hilfe von Pollenwarndienst und Pollen-Verbreitungskarten zu planen, den Urlaub am Meer oder in Höhen über 700 Meter Meereshöhe zu verbringen, ihre Medikamente bereitzuhalten und im Zweifel einen Arztbesuch nicht aufzuschieben. Möglicherweise ist eine Desensibilisierung bei ihnen der richtig Weg.


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