Regen bringt nicht immer Verschnaufpause für Allergiker

So schön der Frühling mit seinen sonnigen Phasen auch ist, so mancher Pollenallergiker freut sich mehr über eine Folge von Regentagen. Denn ein Regenschauer oder gar ein Gewitter reinigt die Luft in der Regel und sorgt dafür, dass Pollen, Staub und andere Allergene von Autos und anderen Oberflächen gewaschen werden. Allergiker können dann meist wieder beschwerdefrei durchatmen.


Regen & Allergien

Regen & Allergien – Fotolia © K.- P. Adler

Dennoch leiden viele Allergiker nach einem starken Regenguss unter Atemnot. Der Regen bringt Pollen aus oberen Luftschichten nach unten und auf die Erde. „Vor allem durch extremen osmotischen Druck zwischen feuchter Luft und Pollenkorn brechen die Pollen auf uns setzen verstärkt Allergene frei“, erklärt Dr. Utta Petzold, Allergologin bei der Krankenkasse Barmer GEK. Die freigesetzten Allergene verbinden sich mit Feinstaub zu Allergenpartikeln, die leicht eingeatmet werden können. Das kann zu einem akuten allergischen Asthmaanfall führen. Um das Auftreten von Atemnot zu vermeiden, sollten Allergiker in den ersten 30 Minuten nach einem Gewitter oder einem heftigen Regenschauer nicht ins Freie gehen. Danach allerdings ist die ideale Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft, denn dann kann man richtig durchatmen. Nach dem Regen sollten Allergiker auch die Wohnung gründlich lüften. An sonnigen Pollenflugtagen (Pollenflugkalender) hängt der ideale Zeitpunkt fürs Lüften oder für Aktivitäten im Freien vom Wohnort ab: Die Pollenbelastung der Luft ist in der Stadt morgens am geringsten, auf dem Land abends.



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