Achtung, tierisches Allergierisiko!

Mit den ersten frühsommerlichen Tagen erobern auch in diesem Jahr wieder die Larven der Eichenprozessionsspinner Gärten, Parks und Wälder. Besonders betroffen ist dabei derzeit die Region um Berlin.

Die feinen Haare der winzig kleinen Raupen, die ausschließlich Eichen bevölkern, können massive allergische Reaktionen auslösen. Mit steigenden Temperaturen entwickeln die Tiere ihre giftigen Haare, die schwere allergische Reaktionen hervorrufen können. Während der Kontakt mit der menschlichen Haut zu heftig juckendem Ausschlag führt, können die Haare, wenn sie eingeatmet werden, sogar Asthma auslösen. Besonders gefährdet sind Spaziergänger und Ausflügler (Kindergartengruppen und Schulklassen) sowie Personen, die sich berufsbedingt in den Wäldern, Parkanlagen und Gärten aufhalten (Gärtner, Förster) oder an der Bekämpfung des Schädlings mitwirken.



Die allergischen Reaktionen, die durch die Gifthärchen von Eichenprozessionsspinnern hervorgerufen werden, sind unangenehm, aber normalerweise ungefährlich und vorübergehend. Nur wenige Male wurde bislang ein allergischer Schock verzeichnet, der infolge des Kontakts mit Eichenprozessionsspinnern aus den Niederlanden auftrat. Lebensbedrohliche Zustände konnten bei ärztlichen Untersuchungen bisher nicht beobachtet werden.

Bei den meisten Patienten genügt eine Behandlung mit kortisonhaltigen Salben, Cremes und Augentropfen oder die Verabreichung von Antihistaminika. Bei Schwierigkeiten mit der Atmung (allergisches Asthma) können spezielle, die Bronchien erweiternden Medikamente und Kortikoide inhaliert werden. Zur Bekämpfung der tierischen Gefahr werden in den kommenden Wochen zahlreiche Hubschrauber unterwegs sein, die befallene Waldgebiete mit einem speziellen biologischen Insektizid besprühen. Zusätzlich können betroffene Eichen in Grünanlagen, an Schulen und Kindergärten einzeln vom Boden aus behandelt werden. Ziel dieser Aktionen ist es, die weitere Ausbreitung der giftigen Tiere einschränken. Wer ein Gespinst von Eichenprozessionsspinnern entdeckt, sollte dieses nicht im Alleingang entfernen, sondern sich am besten an das betreffende Bezirksamt wenden.

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