Allergiker: Herbst-Winter die ideale Zeit für Immuntherapie

Durch den Klimawandel und den damit verbundenen längeren Vegetationszeiten, sind Allergiker immer stärker belastet und die Zeit die bleibt, um etwas dagegen zu tun, wird immer kürzer. Wenn nach dem Sommer aber dann doch die allergieauslösenden Stoffe so langsam verschwinden, ist für einen Allergiker die richtige Zeit gekommen, mit Gegenmaßnahmen zu beginnen.

Hier kann eine spezifische Immuntherapie einen Ausweg bieten. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine konsequent durchgeführte Immuntherapie die allergische Erkrankung stoppen und so einen chronischen Verlauf verhindern kann.

Herbst-Winter die ideale Zeit für Immuntherapie




Das Therapieprinzip ist dabei recht einfach, zunächst wird eine geringe Dosis des Allergie-Auslösers in die Haut injiziert oder unter die Zunge getropft. Die Behandlung erfolgt für gewöhnlich alle 4 Wochen. Die Konzentration wird dann allmählich gesteigert und der Körper gewöhnt sich so schrittweise an den Stoff. Nach ungefähr drei Monaten verabreicht der Arzt dann erstmals die Höchstdosis. Damit wird das Immunsystem gewissermaßen trainiert, bis es nicht mehr allergisch reagiert. Für erwachsene Pollenallergiker bieten sich auch Allergenpräparate an, diese werden täglich unter die Zunge gelegt, diese Methode wird auch als sublingual bezeichnet. Sie kommt für Patienten in Frage die sich nicht spritzen lassen wollen oder die Spritzen nicht so gut vertragen.

Die Behandlung dauert, bei beiden Methoden, in der Regel etwa 3 Jahre und der Erfolg einer solchen Therapie hält für gewöhnlich einige Jahre an. Es kann sogar sein, dass die Allergie mit solch einer Behandlung dauerhaft verschwindet und der Patient dann für immer beschwerdefrei bleibt. Denn bleibt eine Allergie unbehandelt, so führt sie in vielen Fällen nicht nur zu chronischen Beschwerden der Atemwege, sie kann auch zu Asthma führen und den Körper so dauerhaft in seiner Leistungsfähigkeit schwächen.

Nebenwirkungen: Nach der Injektion können Rötungen und Quaddeln an der Stichstelle auftreten. Diese vergehen aber von selbst wieder. Sehr selten kommen Reaktionen vor wie:

  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Schweißausbrüche
  • Kribbeln an Handflächen und Fußsohlen
  • Abfall des Blutdrucks

Wichtig wäre daher, dass der Patient nach der Injektion noch für ca. 30 Minuten in der Arztpraxis bleibt, um mögliche Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen und eventuell therapieren zu können.



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