Alternative Heilverfahren bei Allergien

Welche alternative Heilverfahren wirken am besten bei Allergien? Viele Erkrankungen lassen sich dank alternativer Heilmethoden behandeln – hin und wieder sogar so gut, dass auf die Maßnahmen der Schulmedizin verzichtet werden kann. Auch wenn dies nicht immer klappt, so ergänzen und unterstützen sich Schulmedizin und Alternativmedizin doch in vielen Fällen.

5 Beispiele für alternative Heilverfahren bei Allergien

Pflanzliche Alternativtherapie

Alternative Heilverfahren mittels pflanzlicher Alternativtherapie

Fotolia © Wolfilser

Was Allergien betrifft, so müssen Patienten mit pflanzlichen Hilfsmitteln vorsichtig sein. Es kann immer sein, dass auch auf das jeweilige pflanzliche Präparat eine Allergie vorliegt. Das heißt, die allergischen Beschwerden würden dann sogar noch schlimmer werden. Wer sich als Allergiker pflanzliche Unterstützung sucht – egal ob zur Behandlung allergischer oder anderer Symptome – sollte dies stets im Hinterkopf haben.

Einige Therapeuten schlagen Echinacea-Präparate vor. Der rote Sonnenhut soll die Immunabwehr steigern. Ob eine solche Behandlung sinnvoll ist, ist sehr individuell.
Schwarzkümmelöl ist dafür bekannt, dass es allergische Reaktionen dämpft. Einige Patienten nehmen es ergänzend zu anderen Medikamenten. Gegen juckende und gerötete Augen wiederum kann Augentrostkraut helfen, das es in Form von Augentropfen gibt.

Wichtig! Allergiker sollten, was pflanzliche Alternativtherapien betrifft, auf jeden Fall immer mit ihrem Arzt Rücksprache halten und keine therapeutischen Alleingänge wagen.

Eigenblut-Therapie

Unter dem Begriff Eigenbluttherapie oder Eigenblutbehandlung werden verschiedene Heilverfahren verstanden, bei denen zunächst eine bestimmte Menge Blut entnommen und speziell aufbereitet wird, um sie anschließend über eine intramuskuläre Injektion dem Körper wieder zuzuführen. Die Eigenblutbehandlung soll dabei die Abwehrkräfte des Körpers stärken und bei chronischen Infekten hilfreich sein. Weitere Indikationen sind Allergien, Asthma und rheumatische Erkrankungen.

Alternative Heilverfahren mittels Eigenblut-Therapie

Fotolia © Klaus Eppele

Befürworter bezeichnen diese Behandlung auch als so genannte unspezifische Reiztherapie oder unspezifische Umstimmungstherapie. Das körpereigene Blut wird als Fremdkörperreiz genutzt, um die Immunabwehr anzuregen und die Funktionen des Organismus zu regenerieren.

Allergikern werden meist zehn Injektionen im Abstand von jeweils einer Woche vor Beginn der Pollensaison empfohlen. Die Menge des reinjizierten Eigenbluts wird dabei jedes Mal ein wenig gesteigert. In vielen Fällen werden der Eigenblut-Zubereitung noch antiallergische Mittel zugesetzt.

Die Eigenblut-Therapie ist schon sehr alt. Erste Experimente in der Eigenbluttherapie wurden 1874 von William Highmore vorgenommen. 1905 verwendete der Arzt August Bier Eigenblut, um bei einem Knochenbruch die Heilung zu beschleunigen.
1912 bediente sich sein Kollege Nowotny der Methode zur Behandlung von Infektionskrankheiten.

Homöopathie

Alternative Heilverfahren mittels Homöopathie

Fotolia © Schlierner

Homöopathika sind Wirkstoffe, die nach bestimmten Regeln schrittweise immer weiter verdünnt werden. Experten sprechen dabei von „potenzieren“. Die Bezeichnung hinter dem Namen nennt dabei die „Potenz“. D12 beispielsweise bedeutet, dass die Substanz 12 mal hintereinander jeweils auf ein Zehntel (D = decem = zehn) verdünnt wurde.

Homöopathische Präparate können auch bei Allergien eingesetzt werden. Bei Sekretfluss aus Augen und Nasen empfehlen Homöopathen häufig Galphimia glauca D4, bei verstopfter Nase Luffa D6 und bei unangenehmen Kribbeln in Hals und Rachen Arundo D6. Für alle Fälle, bei denen die Symptomatik nicht begrenzt ist, gibt es das allgemeine Komplexpräparat Heuschnupfenmittel DHU.

Die Wirkung der homöopathischen Behandlung bei Allergien wurde in Studien überprüft. Es zeigten sich positive Reaktionen. So profitierten 70 Prozent der Patienten mit saisonaler Allergie ganz eindeutig von Homöopathie. Eine prophylaktische Behandlung über mehrere Jahre kann die Dauer und Intensität der Symptome reduzieren.

Der Vorteil der Homöopathika ist, dass sie in der Regel keinerlei Nebenwirkungen haben. Ein Versuch kann sich also lohnen. Auch für Kinder ist diese Therapie gut geeignet.

Akupunktur

Alternative Heilverfahren mittels Akupunktur

Fotolia © PhotoSG

Eine bei Pollenallergien bewährte ergänzende Methode zur Linderung der Beschwerden ist die Akupunktur. Acht bis zwölf Sitzungen sind in der Regel notwendig, bis die Behandlung nachhaltigen Erfolg zeigt. Wissenschaftliche Studien konnten die Erfolge inzwischen auch belegen – allerdings zeigten sich nur schwache, nicht anhaltende Resultate. Die Wirkung der Akupunktur bei Allergien wurde daher als unklar eingestuft.

Die Reaktionen sind in der Tat von Fall zu Fall unterschiedlich. Einzelne Patienten bleiben allein durch Akupunktur frei von Heuschnupfen-Symptomen, andere wiederum reagieren gar nicht auf die Behandlung. Vor einer Akupunktur sollte deshalb geprüft werden, ob das vegetative Nervensystem in der Lage ist, auf den mit der Nadel gesetzten Reiz zu reagieren oder ob eine so genannte „Blockade“ vorliegt.

Eine Sitzung dauert etwa eine halbe Stunde. Pro Sitzung werden maximal 16 Nadeln in die Haut gestochen. Dies kann mitunter schmerzhaft sein. Die Laserakupunktur kann für schmerzempfindlichen Patienten eine angenehmere Alternative sein.

Das beste Ergebnis lässt sich erzielen, wenn mit der Therapie bereits vor der Pollensaison begonnen wird. Eine prophylaktische Akupunktur kann dafür sorgen, dass Beschwerden gar nicht erst auftreten oder nur schwach ausgeprägt sind. Doch auch im Akutfall lässt sich mithilfe der Akupunktur in vielen Fällen Linderung erzeugen.

Orthomolekular-Medizin

orthomolekular_medizin

Fotolia © cirquedesprit

In diesem Fall geht es um die richtige Kombination von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemente. Eine ausgewogene und ausreichende Menge davon soll Gesundheit und Fitness unterstützen – und eben auch Allergien lindern können.

Tatsächlich verhält es sich so, dass Vitamin C nicht nur das Immunsystem stärkt, sondern auch die Ausschüttung des für die Beschwerden verantwortlichen Botenstoffs Histamin verringert. Da Vitamin C ein wasserlösliches Vitamin ist und über den Urin wieder ausgeschieden wird, sollten Patienten Vitamin C-Präparate über den Tag verteilt einnehmen. Im Akutfall empfehlen sich ein bis drei Gramm täglich, zur Vorbeugung genügt eine Dosis von einmal täglich 500 Milligramm.

Zink kann nicht nur die Freisetzung von Histamin hemmen, sondern besitzt offenbar auch eine schleimhautabschwellende Wirkung. Zehn bis 30 Milligramm täglich sollten Allergiker zu sich nehmen.

Magnesium kann die allergischen Symptome ebenfalls vermindern. 400 Milligramm Magnesium pro Tag sind empfehlenswert.

Calcium wiederum ist in der Lage, die Mastzellen zu stabilisieren, sodass sie weniger Histamin ausschütten. 1000 Milligramm pro Tag können bereits genügen. Vorsicht: Calcium kann die Magnesium-Resorption behindern. Daher sollten Calcium und Magnesium stets getrennt eingenommen werden.

Sämtliche Dosierungsempfehlungen gelten für gesunde Menschen. Chronische Kranke oder Schwangere sollten vor einer orthomolekularen Behandlung unbedingt ihren Arzt befragen. Ein Bluttest kann zudem eventuelle Nährstoffdefizite aufdecken helfen.



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