Anti-Faltenmittel Botox gegen Heuschnupfen

Das als Anti-Faltenmittel bekannte Nervengift Botulinumtoxin, kurz Botox, soll auch gegen die typischen Heuschnupfensymptome helfen. Das belegt eine Vergleichsstudie der Universität Isfahan im Iran. Die Pollenallergiker erhielten einmal eine Botox-Injektion in die Nasenmuscheln, eine zweite Teilnehmergruppe wurde mit dem Antihistaminikum Cetirizin behandelt. Während der zweimonatigen Studiendauer notierten die Patienten, wie stark sie unter laufender oder verstopfter Nase, Niesreiz, Juckreiz der Nase oder tränenden Augen litten. Am Ende der Testzeit ergaben sich keine großen Unterschiede beim Therapieerfolg. Cetirizin erzielte beim nasalen Juckreiz bessere Ergebnisse, Botox lag bei der Linderung der Augenbeschwerden leicht vorne. Bei den Nebenwirkungen schnitt das Nervengift hingegen besser ab als das Antihistaminikum. Nach dem Ende der Behandlung berichteten vier Prozent der mit Botox behandelten Patienten über eine trockene Nasenschleimhaut, bei weiteren vier Prozent trat ein leichtes Nasenbluten auf. In der Cetirizin-Gruppe klagten 44 Prozent über Müdigkeit und vier Prozent über eine verzerrte Sicht. Als Standardmedikament wird sich Botox aber wohl dennoch nicht bei Heuschnupfen durchsetzen, dafür sind die Injektionen einfach zu teuer. Allerdings sehen die iranischen Forscher das Anti-Faltenmittel als mögliche Alternative für Pollenallergiker, die nicht auf die üblichen Antihistaminika ansprechen oder sie nicht vertragen. Bis es soweit ist, müsse allerdings in weiteren Studien die Langzeitwirkung von Botox im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten untersucht werden.


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