Der Feind in meinem Bett – Hausstaubmilbenallergie

Allergien sind auf dem Vormarsch. Pollen, Lebensmittel oder Tierhaare sind nur einige wenige von vielen möglichen Allergenen. So reagieren viele Menschen mit Niesattacken und Schnupfennase auf Hausstaubmilben, die sich ausgerechnet da einnisten, wo wir Ruhe und Erholung finden wollen: Im Bett.

Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?

Menschen, die unter einer Hausstaubmilbenallergie leiden, reagieren allergisch auf den Kot von Hausstaubmilben (Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae). Diese leben in unseren Wohnräumen und ernähren sich von menschlichen Hautschüppchen, von denen wir ein bis zwei Gramm pro Tag verlieren.

Was sind die typischen Symptome einer Hausstauballergie?

Der Kontakt mit dem Milbenkot löst bei Allergikern Niesreiz und Schnupfen aus. Die Schleimhäute ihrer Atemwege schwellen an, die Nase verstopft und es kommt zu Husten, Halsschmerzen, Juckreiz, tränenden Augen und allergischem Asthma.

Wie wird eine Hausstauballergie diagnostiziert?

Hausstaubmilbenallergie

Fotolia © psdesign1

Um eine Hausstauballergie zu diagnostizieren, wird der Arzt danach fragen, wann und wo sich die Beschwerden zeigen. Treten die Symptome in geschlossenen Räumen, ganzjährig und vor allem nachts und am Morgen auf, ist eine Hausstauballergie sehr wahrscheinlich. Da die Milben in großer Zahl in Matratzen und Bettwäsche leben, sind die Anzeichen für die Allergie morgens und nach dem Aufstehen besonders ausgeprägt.

Ein Allergietest kann den Verdacht bestätigen. Meist wird dazu ein sogenannter Pricktest genutzt. Hierbei werden verschiedene Testlösungen auf die Haut des Unterarms oder des Rückens getropft und die Haut leicht und schmerzfrei eingeritzt. Wenn eine Allergie auf eine Testsubstanz vorliegt, rötet sich die Haut innerhalb einer Viertelstunde und schwillt leicht an.

Wie wird eine Hausstaubmilbenallergie behandelt?

Eine Hausstauballergie lässt sich am besten behandeln, indem man den Kot der Hausstaubmilben meidet. Hierzu eignen sich spezielle Encasing-Matratzenbezüge und Allergiker-Bettwäsche, die bei mindestens 60° C waschbar sein sollte. In der Apotheke sind darüber hinaus spezielle Sprays erhältlich, mit denen Matratzen und Textilien für einige Monate für Milben unbewohnbar gemacht werden können.

Zudem ist regelmäßiges Putzen leider notwendig, um die Staubbelastung in der Wohnung gering zu halten. Es empfiehlt sich zudem, keine Teppiche auszulegen und den Boden häufig feucht zu wischen, damit kein Staub aufgewirbelt wird.

Tritt die Allergie dennoch akut auf, helfen Antihistaminika in Spray- oder Tablettenform aus der Apotheke, die freiverkäuflich erhältlich sind. Patienten, die trotz aller Vorsorge sehr unter ihrer Allergie leiden, sollten mit ihrem Arzt über eine sogenannte Hyposensibilisierung sprechen. Hierbei wird der Körper über Monate oder Jahre unter ärztlicher Aufsicht an die allergieauslösende Substanz gewöhnt, sodass das Immunsystem weniger heftig reagiert. Ob diese langwierige Behandlung für den Patienten aussichtsreich und geeignet ist, klärt der behandelnde Arzt individuell in einem Gespräch.



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