Feucht-kaltes Winterwetter belastet Asthmatiker

Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Asthma. Rund 70 Prozent der Asthmaerkrankungen haben einen allergischen Hintergrund. Der Winter belastet Asthmatiker häufig ganz besonders stark, denn die Kälte verursacht oftmals eine spontane Verengung der Atemwege, was zu starker Atemnot führt. Weitere typische Asthma-Symptome sind trockener Husten und eine verringerte körperliche Belastbarkeit, was sich z. B. beim Treppensteigen bemerkbar macht. „Aber auch häufiges Aufwachen aus dem Schlaf gehört dazu“, erklärt Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann, Lungenfacharzt am Allergie-Centrum-Charité (ACC). „Je früher Asthmatiker in der Nacht aufwachen, umso stärker ausgeprägt ist ihr Asthma.“ Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) empfiehlt Asthmatikern, ihre Medikamente kontinuierlich einzunehmen, vor allem, wenn es sich um ein Kortisonpräparat zum Inhalieren handelt. Außerdem empfehlen die ECARF-Experten, ausreichend zu trinken, Wohn- und Arbeitsräume nicht zu überheizen (20 Grad Raumtemperatur sind optimal) und mehrmals täglich zu lüften. Außerdem sollten Asthmatiker regelmäßig Lungenfunktionstests beim Arzt durchführen lassen. Menschen, die unter starkem allergischem Asthma leiden, bekommen beim Netzwerk Schweres Allergisches Asthma (Netzwerk SAA, www.netzwerk-saa.de) fachliche Unterstützung bei der Suche nach Therapiemöglichkeiten.

Feucht-kaltes Winterwetter belastet Asthmatiker
4.5 (90%) 2 vote[s]

Informationen zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Werbung
Werbung

Allergie Archiv

test