Fortschritte in der Allergologie

Von März bis Mai hat Heuschnupfen Hochsaison. Besonders hochallergene Blüher wie Birke  oder Hasel  schicken derzeit ihre Pollen auf die Reise. Treffen sie auf menschliche Schleimhaut, verursachen bei einer entsprechenden Disposition die bekannten allergischen Reaktionen: Schniefnase, Husten und tränende Augen. Einige Betroffene, insbesondere Kinder, leiden sogar unter Asthma  und Atemnot.



Doch Allergiker können aufatmen. Denn die medizinische Forschung bringt ständig Arzneimittel auf den Markt, die eine immer bessere Wirkung versprechen. So werden beispielsweise Antihistaminika (Medikamente zur Unterdrückung der allergischen Symptome) kontinuierlich optimiert. Bei der Entwicklung fließen unter anderem Erkenntnisse aus der Genforschung mit ein. Insgesamt wurde in den letzten Jahren auf diese Weise die Effizienz der Mittel herauf- und zugleich die Nebenwirkungen – beispielsweise Müdigkeit – deutlich herabgesetzt.  Dies bedeutet für Allergiker eine klare Verbesserung der Lebensqualität.

Rund 20 Millionen Packungen Medikamente gehen pro Saison über die Ladentische der Apotheken. In etwa die Hälfte davon entfällt auf Selbstmedikation. Im Gegensatz zu früheren Jahren sind viele Medikamente nicht mehr rezeptpflichtig und damit auch nicht mehr erstattungsfähig. Aufgrund der einfachen Verfügbarkeit behandeln viele Menschen ihre Allergien selbst. Das hat nicht nur positive Folgen: Laut Aussagen von ärztlichen Experten werden nur zehn Prozent aller Allergien konsequent behandelt. Alternativen zu einer medikamentösen Behandlung wie beispielsweise die Desensibilisierungstherapie würden, so heißt es, nicht oder nur unzureichend ausgeschöpft. Das liegt unter anderem daran, dass diese Behandlung früher sehr aufwändig war: Der Allergiker musste in der pollenfreien Zeit über mehrere Jahre hinweg wöchentlich in die Praxis und sich das Allergen spritzen lassen. Viele Patienten haben die Behandlung irgendwann abgebrochen. Heute ist die Therapie wirksamer, sicherer und unkomplizierter geworden Nicht selten kommt sie anstatt mit Injektionen mit Tropfen oder Tabletten aus.

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