Haselpollenallergie: Der erste Heuschnupfen des Jahres wartet schon

Die meisten Menschen lieben sie: Die Haselnuss gehört zu den beliebtesten Nüssen überhaupt und schmeckt als ganze Frucht oder im Kuchen. Leider gibt es keine Haselnuss ohne die zeitig fliegenden Haselpollen, die viele Allergiker zur Verzweiflung treiben.

Haselpollen als erste Allergene des Jahres

Haselpollen lösen Heuschnupfen aus, der viele Erwachsene und auch schon Kinder plagt. Der Flug der Pollen beginnt bereits im Februar und reicht bis in den Mai hinein, wobei Ende März die schlimmste Belastung meist vorüber ist. Hasel gehört zu den Frühblühern und „beglückt“ Allergiker damit fast als erste Pflanze des Jahres. Infolge eines sehr milden Winters kann es passieren, dass der Flug der Haselpollen sogar schon Ende Januar beginnt. Diese Befürchtung gab es angesichts des warmen Vorjahres auch für 2019, doch der jüngste Kälteeinbruch hat dies vielerorts verhindert.

Die Allergene, die in den Haselpollen enthalten sind, sind sehr stark und lassen Allergiker alljährlich verzweifeln. Diese leiden besonders, weil sie meist nicht nur auf Haselpollen allergisch reagieren, sondern auch auf weitere Baum- und Gräserblüten. Ihre Allergiezeit verlängert sich damit um einige Wochen.

Symptome und Behandlung der Haselallergie

Wer auf Haselpollen allergisch reagiert, hat mit den gleichen Symptomen wie jeder andere Heuschnupfengeplagte zu kämpfen. Die Augen tränen und jucken, die Nase läuft, teilweise stellen sich Kopfschmerzen ein, weil die Nebenhöhlen zugeschwollen sind. Die Symptome sind bei Haselallergikern relativ stark ausgeprägt und können zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Viele Asthmapatienten müssen ihr Leiden auf eine Haselallergie zurückführen. Die Gefahr der Ausbildung einer Asthmaerkrankung ist vor allem dann sehr groß, wenn die Allergie nicht rechtzeitig behandelt wird. Es ist daher immer empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen und dort einen Allergietest vornehmen zu lassen, zumal neben der Haselallergie oft auch Kreuzallergien bestehen.

Die Behandlung der Haselallergie setzt vor allem auf eine Linderung der Beschwerden, denn im Gegensatz zu einer tatsächlichen Erkrankung kann hier die Ursache nicht behoben werden. Das überschießende Immunsystem sieht in den Pollen einen Feind, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Für einen Allergiker ist es daher wichtig, die Symptome zu mildern und somit eine Erleichterung im Alltag zu erreichen. Augentropfen und Nasensprays sind die Mittel der Wahl, wobei vor allem auf kortisonhaltige Nasensprays gesetzt wird. Diese sind seit einiger Zeit auch ohne Rezept in der Apotheke erhältlich und HNO-Ärzte sagen, dass das hierüber dem Körper zugeführte Kortison nur lokal und nicht auf den ganzen Körper wirkt. Dennoch sollten Sprays nicht öfter als nötig angewendet und von der Nasenscheidewand weggerichtet gesprüht werden, um Perforationen durch die Langzeitanwendung an dieser zu vermeiden.

Sehr hilfreich können auch Nasenduschen sein, denn sie helfen dabei, die Pollen aus der Nase zu lösen. Wichtig ist es, einen Pollenschutz an den Fenstern anzubringen, zumal dieser nicht nur gegen Haselpollen hilft, sondern auch die Pollen anderer Pflanzen und Bäume herausfiltert. Die Zimmerluft sollte immer feucht gehalten werden, damit sich die Allergene weniger stark in der Luft halten können, außerdem ist es sinnvoll, tagsüber oder wenigstens zum Lüften das Bett abzudecken. So kann ein Allergiker abends in ein „unbelastetes“ Bett gehen.

Liegt eine sehr starke Allergie gegen Haselpollen vor und droht sich daraus, ein Asthma zu entwickeln, ist eine medikamentöse Therapie unumgänglich.

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