Hilfe bei Allergien durch Hyposensibilisierung – Anwendungsformen für zuhause

Der weltweite Temperaturanstieg bewirkt unter anderem, dass immer mehr und immer früher  Pollen auftreten, vermeldete kürzlich der Deutsche Allergie- und Asthmabund. Die Hauptsaison für Heuschnupfengeplagte beginnt offiziell im April, doch die ersten Pollen fliegen inzwischen teilweise schon im Februar. Fast alle Allergiker  müssen daher spätestens jetzt mit ersten Heuschnupfen-Symptomen rechnen. Derzeit sind es vor allem Birke, Pappel, Esche, Hainbuche sowie erste Gräser, die zu Schniefnase, tränenden Augen und lästigem Hustenreiz führen.



Da Nasensprays in Verruf stehen, auf die Dauer die Schleimhäute zu schädigen und immer noch viele Antihistaminika (allergieunterdrückende Medikamente) unangenehme Nebenwirkungen wie Müdigkeit mit sich bringen, entscheiden sich immer mehr Patienten dafür, lieber vor- als nachzusorgen. Eine Möglichkeit, den Ausbruch von Heuschnupfen oder anderen Allergien zu verhindern, ist die Hyposensibilisierung, auch Allergieimpfung genannt. Dabei werden den Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg kleinste Dosen von Allergenen verabreicht. Der Trick dabei: Wenn man dem Körper immer wieder geringste Mengen des Allergieauslösers zuführt, baut dieser eine natürliche Resistenz auf.

Eine Hyposensibilisierung kann der Arzt durch subkutane (unter die Haut) Injektionen vornehmen. Auch eine Eigentherapie zuhause ist inzwischen durch Tabletten (AIT) oder Tropfen (SLIT) möglich. Wer sich auf diese Weise die Arztbesuche erspart, muss allerdings täglich an die Einnahme des Präparats denken. Doch der Erfolg einer konsequent durchgeführten Behandlung lässt sich nicht von der Hand weisen: Forscher am Imperial College of Medicine in London stellten fest, dass die Behandlung mit SLIT-Tropfen durchschnittlich zu einem 34-prozentigen Rückgang der Symptome führt. Gleichzeitig wird der Bedarf einer weiteren medikamentösen Behandlung signifikant gesenkt. Einziger Nachteil: In besonders schweren Fällen reicht die Wirkung dieser Therapieform gegebenenfalls nicht aus.

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