Neue Erkenntnisse aus der Allergologie – Hilfe für Allergiker

Die meisten Menschen blicken unbekümmert auf den Frühling und genießen in vollen Zügen, wenn die Natur wieder erwacht. Allergiker, die am sogenannten Heuschnupfen (allergische Rhinitis) leiden, blicken allerdings mit gemischten Gefühlen auf den Pollenflug von Erle, Hasselnuss und Co. Und dann sind da auch noch Hausstaub und z. B. Katzenhaare, die einem das Leben schwer machen können. Zurzeit werden neue Medikamente getestet, die bei einzelnen Allergien für Erleichterung sorgen sollen.


Heuschnupfen – der getrübte Blick auf den Pollenkalender

Von Erle, Haselnuss und Ulme zum Jahresbeginn bis zu Beifuß und Ambrosia Ende Oktober reicht für viele Betroffene der durch rote Augen getrübte Blick auf den Pollenflugkalender. Den Heuschnupfen einfach hinzunehmen und unbehandelt zu lassen, ist eine denkbar schlechte Alternative. Denn Allergien können sich auf andere Stoffe ausweiten, auf die der Patient vorher nicht allergisch reagiert hatte. Zudem ist die vermehrte Sekretbildung im Bereich von Nase, Nasennebenhöhlen, Augen und Bronchien ein Nährboden für Keime. Auch kann es nach jahrelangem Heuschnupfen zu einem allergischen Asthma kommen. Eine Behandlungsmethode in der Allergologie betrifft die Hyposensibilisierung (auch Desensibilisierung), bei der dem Patienten über einen längeren Zeitraum (ca. 3 Jahre) eine immer höhere Dosierung des betreffenden Allergens unter die Haut gespritzt wird. Bei dieser Methode geht es demnach darum, den Körper im optimalen Fall für immer Unempfindlich gegen das Allergen zu machen. Ein Allergie-Impfstoff, der sich derzeit noch in der klinischen Studie befindet, macht allen von Heuschnupfen Geplagten Hoffnung.

Der Impfstoff BM32 – endlich Schluss mit der Triefnase?

Bei der Wirksubstanz des Impfstoffes BM32 handelt es sich um ein Konstrukt aus verschiedenen Elementen. Ein Kern aus Bausteinen eines Virus trägt Peptide, die ebenfalls an der Außenhülle der Pollenallergene vorkommen. Hier docken normalerweise die Antikörper der Allergiker an und lösen die allergische Reaktion aus. Bei BM32 sind die Peptide so verändert, dass es zu keinem Andocken mehr kommen kann – die allergische Reaktion unterbleibt. Die Phase-IIa-Studie, bei der das Therapiekonzept überprüft wird, hat der Impfstoff bereits durchlaufen. Laut Angaben des auf Allergologie ausgerichteten Unternehmens Biomay befindet sich BM32 derzeit in der Phase-IIb-Studie, bei der es um die geeignete Therapiedosis geht („Dose Finding“). Das Unternehmen arbeitet auch an Impfstoffen für Allergien bei Hausstaub und Katzenhaaren.



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