Unverträglichkeit von Fructose und Lactose

Die Unverträglichkeit von Fructose (Fruchtzucker) oder Lactose (Milchzucker) ist eine Diagnose, die in den vergangenen Jahren immer häufiger gestellt wird. Mediziner wissen bislang nicht, ob Fructoseintoleranz und Lactoseintoleranz Krankheiten sind. Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass unterschiedliche Menschen Fruchtzucker und Milchzucker schlicht unterschiedlich gut vertragen. Umgangssprachlich werden die beiden Zuckerverwertungsstörungen häufig auch als Milchallergie oder Fruchtzuckerallergie bezeichnet. Diese Bezeichnungen sind irreführend, da den Beschwerden keine allergische Reaktion zugrunde liegt.

Unverträglichkeit von Fructose und Lactose



Fructose- und Lactoseintoleranz – Ursachen

Unverträglichkeit von Fructose und Lactose

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Sowohl bei der Lactoseintoleranz wie bei der Fruchtzuckerunverträglichkeit fehlen dem Körper bestimmte Enzyme. Im Fall der Milchzuckerunverträglichkeit fehlt Laktase, bei der Fruchtzuckerintoleranz das Enzym Fructase. Diese Enzyme haben die Aufgabe, den Milch- oder Fruchtzucker im Darm so aufzuspalten, dass er in den Stoffwechsel aufgenommen werden kann. Die zunehmende Häufigkeit der Diagnose Milchzuckerunverträglichkeit führen Experten vor allem auf veränderte Diagnosemethoden zurück. Fruchtzuckerunverträglichkeit verbreitet sich aller Wahrscheinlichkeit nach so stark, weil der Anteil an Fruchtzucker in der Nahrung seit Jahren steig wächst. Vor allem in industriell verarbeiteten Lebensmitteln wird Fruchtzucker sehr häufig eingesetzt. Unter anderem, weil dies Werbebotschaften wie „ohne Kristallzucker“ oder das gesund klingende „mit Fruchtzucker gesüßt“ erlaubt. Außerdem ist Fruchtzucker deutlich billiger als herkömmlicher Zucker.

Fructose- und Lactoseintoleranz – Symptome

Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Blähungen sind die charakteristischen Symptome, wenn zu viel Milch- oder Fruchtzucker in den Dickdarm gelangen. In manchen Fällen reizen Milch- und Fruchtzucker den Darm so stark, dass die Darmflora gestört wird oder sogar klinische Krankheitsbilder wie der Reizdarm entstehen.

Das hilft bei Fructose- und Lactoseintoleranz

Gegen Fruchtzuckerintoleranz gibt es bislang kein Heilmittel. Hier bleibt nur, auf Fruchtzucker und fructosehaltige Lebensmittel zu verzichten. Bei Milchzuckerunverträglichkeit bleiben mehrere Möglichkeiten. Grundsätzlich empfiehlt es sich, auf herkömmliche Milchprodukte weitgehend zu verzichten. Eine Alternative sind lactosefreie Milchprodukte, die in großer Zahl im Handel angeboten werden. Viele Patienten berichten außerdem von guten Erfahrungen mit Lactase als Nahrungsergänzungsmittel.


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