Drei Phasen der Allergie

Die Entstehung einer Allergie verläuft stets in drei Phasen:

  • Sensibilisierungs-Phase
  • Reaktions- bzw. Akut-Phase
  • Entzündungs- bzw. Spät-Phase

Sensibilisierungs-Phase
Beim Erstkontakt mit einem Allergen – beispielsweise auf Haut oder Schleimhaut – kommt es zur Sensibilisierung. Es treten dabei keine oder nur schwache Symptome auf. Das Immunsystem speichert dabei die Strukturen des Allergens im immunologischen Gedächtnis, um es bei einem späteren Kontakt sofort zu wiederzuerkennen und darauf reagieren zu können.

Ablauf der Sensibilisierung: Im Zwischenzellraum trifft das Allergen auf die so genannten Makrophagen (Fresszellen), die das Allergen aufnehmen und zerlegen. Die Fresszelle präsentiert die Allergenpeptide daraufhin an ihrer Zelloberfläche. Diese werden von T-Lymphozyten (weiße Blutkörperchen/Leukozyten) erkannt (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Die T-Zellen schütten daraufhin Interleukin und weitere chemische Botenstoffe aus, damit allergenspezifische Immunglobuline produziert werden. Dieser Prozess kann einige Tage bis zu Wochen andauern. Die entstandenen Antikörper bleiben ein Leben lang bestehen.

Reaktions-  bzw. Akut-Phase
Beim erneuten Kontakt mit dem Allergen reagieren die Allergene mit den IgE-Antikörpern und es kommt zu einer Mastzellendegranulation, wobei Prostaglandine, Leukotriene und insbesondere Histamin freigesetzt werden. Infolge dieses Prozesses kommt es zu einer ausgeprägten allergischen Reaktion.

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