Allergie oder Grauer Star?

Ist das Augenlicht beeinträchtigt, lässt die Sehschärfe nach und reagiert das Auge besonders lichtempfindlich, kann dies verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten Auslösern von Irritationen im Auge zählen Allergien und Grauer Star. Bei der Symptomatik gibt es deutliche Unterschiede, welche eine Abgrenzung der beiden Krankheitsbilder auch Laien durchaus möglich machen.

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Allergien im Auge erkennen

Nachdem der Körper für bestimmte Stoffe sensibilisiert wurde, diese Substanzen also als schädliche Fremdkörper eingeordnet hat, kommt es bei erneutem Kontakt zu einer Immunreaktion. Die häufigsten Auslöser dabei sind Pollen, Eiweiße und bestimmte kleinmolekulare Stoffe. Im Auge können unterschiedliche Allergieformen auftreten.

Für von Heuschnupfen Geplagte genügt bereits ein Blick auf den aktuellen Pollenkalender, um sich juckende und tränende Augen zu erklären. Hier ist auch bereits ein Symptom gefunden, welches auf eine allergische Reaktion hinweist und gegen den Grauen Star spricht. Wenn das Auge zu jucken beginnt, liegt meist eine Allergie vor. Die Symptome einer allergischen Bindehautentzündung können aber auch Parallelen zum Grauen Star aufweisen. So kann eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auf beide Beschwerdebilder hinweisen. Während der Graue Star meist zunächst nur ein Auge betrifft, tritt die allergische Bindehautentzündung beidseitig auf. Häufige Auslöser sind Hausstaubmilben oder Tierhaare

Eine weitere Form einer allergischen Bindehautentzündung tritt vermehrt bei Jugendlichen auf. In diesem Fall kann Grauer Star sofort ausgeschlossen werden, denn die Erkrankung ist mit einer Alterserscheinung des Auges gleichzusetzen und tritt nicht vor dem 50. Lebensjahr auf. Eine weitere Sonderform einer allergischen Bindehautentzündung betrifft Träger von Kontaktlinsen und Augenprothesen. Die Ursache hierbei ist bei einer Überreaktion des Körpers auf die verwendeten Pflegeprodukte zu suchen. Die Symptome ähneln mit einem Nachlassen der Sehschärfe und einer erhöhten Lichtempfindlichkeit durchaus dem Grauen Star, sollten jedoch nach Absetzen der Kontaktlinsen und der Versorgung des Auges mit speziellen Augentropfen bald abklingen.

Wie entwickelt sich Grauer Star und woran ist die Krankheit zu erkennen?

Der Graue Star ist eine Alterserscheinung des Auges. Im Laufe der Zeit verändert sich die Linse, sie wird dicker und verliert an Elastizität. Damit kommt es auch zu Veränderungen der Brechkraft des Auges und unscharfes Sehen ist die Folge. Trübt sich die Linse des Auges ein, erfolgt die Streuung der Lichtstrahlen nicht mehr punktgenau auf die Netzhaut. Besonders das scharfe Sehen wird zusehends anstrengender. Die Farben verblassen und die Sicht erscheint wie von einem Nebelschleier verhüllt.  

Typische Symptome, die auf Grauen Star hinweisen:

  • trübes und verschwommenes Sichtfeld
  • blasse Farben
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Fernsicht verschlechtert sich
  • Lichtquellen besitzen Lichthöfe

Damit grenzt sich das Beschwerdebild deutlich von einer Allergie des Auges, welche meist mit juckenden und tränenden Augen verbunden ist ab. Wer sich dennoch unsicher ist, kann mithilfe eines Check-ups seine Symptomatik beschreiben und sich individuelle Ergebnisse anzeigen lassen. Nach Abschluss des Tests kann die Kontaktaufnahme durch eine Fachklinik erwirkt werden.

Der Graue Star sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn er stellt die häufigste Ursache für Erblindungen weltweit dar. Betroffene können durch eine Operation ihre gewohnte Sehfähigkeit wiedererlangen. Der Routineeingriff wird meist ambulant durchgeführt und beinhaltet den Einsatz einer künstlichen Multifokallinse. Nach abgeschlossener OP können die Patienten meist sogar auf eine Brille verzichten. Gute Nachrichten gibt es auch für Allergiker. Die Linsen bestehen aus Acrylat, einem biologisch kompatiblen Material, welches unser Immunsystem nicht als Fremdkörper einstuft. Damit können die Implantate keine Allergien auslösen.  

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