Balneotherapie – Heilen mit Bädern

Die Balneotherapie ist eine Bädertherapie. Das Wort leitet sich von „balaneion” ab, was so viel wie „Bad” oder „Badeanstalt“ bedeutet. Die Behandlung hat bereits eine lange Tradition und lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen.

Im Mittelpunkt der Bäderbehandlung steht die heilsame Kraft des Wassers. Heilende Bäder kommen für viele Erkrankungen infrage, unter anderem eben auch für allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Neurodermitis. Dass die Balneotherapie tatsächlich Erfolge aufweist, konnte in mehreren Studien belegt werden.

Balneotherapie - Heilen mit Bädern

Balneotherapie – Heilen mit Bädern – Fotolia © Mara Zemgaliete

Und so wirkt die Balneotherapie: Im Wasser, das zur Behandlung eingesetzt wird, befinden sich wertvolle Inhaltsstoffe wie Salze, Jod, Sulfat, Schwefel, Heilerde oder Moor. Je nach Indikation werden unterschiedliche Konzentrationen gemischt, die sowohl warm als auch kalt angewendet werden können. Darreichungsformen sind Voll- und Teilbäder, manchmal auch Trinkkuren. Ebenso gehören Kneippsche Anwendungen wie Wechselbäder oder Wassertreten zu den Klassikern der Bädertherapie. Das Heilprinzip basiert jeweils darauf, dass der Körper einer Serie äußerer Reize ausgesetzt und der Organismus auf diese Weise gestärkt und trainiert wird.



Die Balneo-Therapie wird sehr häufig zusammen mit der Klimatherapie durchgeführt. Diese umfasst die Teilgebiete Heliotherapie (dosierte Sonnenbäder), klimatische Terrainkur (dosiertes Gehen) sowie die Frischluft-Liegekur. Die Klimate werden nach Lage und Bioklima unterschieden – also beispielsweise in See-, Mittelgebirgs- und Hochgebirgsklima.

Auch die Thalasso-Therapie, die im Wellnessbereich zunehmend bekannter wird, zählt in diesen Bereich. Sie nutzt die natürlichen Reize der Meeresküste: Klima (Sonne, Wind), Bäder und Inhalationen (Salzwasser, Brandungs-Aerosol) sowie die weitgehende Allergenfreiheit und Reinheit der Luft. Die Thalasso-Therapie kann ausschließlich an der Küste durchgeführt werden. Das Meeresklima hat sich insbesondere bei Haut- und Atemwegserkrankungen, wie sie im Zuge von Allergien auftreten, als heilsam erwiesen.

Die Balneotherapie sowie die Klima- und Thalassotherapie werden in der Regel an bestimmten Kurorten angeboten. Es sollten immer längerfristige Kuraufenthalte von mindestens drei Wochen durchgeführt werden. Viele Kurhäuser kombinieren diese Behandlungsverfahren mit weiteren Maßnahmen wie Massagen, Krankengymnastik, Entspannungsverfahren oder Diäten.

Obwohl die Krankenkassen Kuraufenthalte unterstützen, sollte in diesem Fall bei den einzelnen Kassen gezielt nachgefragt werden, ob eine Balneotherapie bezuschusst wird.


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