Frühstart: Die ersten Pollen sind schon unterwegs

Die milden Temperaturen erfreuen viele Menschen, die Schnee und Frost nichts abgewinnen können. Doch für Pollenallergiker ist der derzeit relativ warme Winter ein Graus. Denn bereits seit einigen Tagen fliegen Hasel– und Birkenpollen durch die Luft und sorgen bei Allergikern für Niesen, eine triefende Nase oder juckende, gerötete Augen. Vor allem im Südwesten, in Nordrhein-Westfalen, im Rhein-Main-Gebiet sowie in Thüringen und Sachsen registrierten Messstationen in den vergangenen Tagen Hasel- und Erlenpollen. Und auch beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) gingen bereits erste Meldungen zu Heuschnupfenbeschwerden ein.



Zwar sei die Zahl der gemessenen Pollen noch gering, doch lösten sie bei Allergikern so heftige Reaktionen aus wie in der Pollenhauptsaison, erklärt die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF). Das liege daran, dass die Nase einerseits nicht mehr an die Pollen gewöhnt ist, überstandene Erkältungen oder eine Grippe die Nase außerdem empfindlicher gemacht haben.

Wer derzeit unter den typischen Heuschnupfensymptomen leidet, sollte einen Allergologen aufsuchen, empfiehlt ECARF. Dieser kann gegebenenfalls ein Antihistaminikum zur Linderung der Beschwerden verordnen oder auch eine Kurzzeit-Immuntherapie beginnen. Außerdem sollten sich Pollenallergiker über den Pollenflug in ihrer Region informieren (z. B. auf www.pollenstiftung.de), zumindest, so lange die Temperaturen noch so mild sind.
Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann, Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) sagt für 2014 einen geringeren Flug an Haselpollen voraus. Dafür müssten Allergiker vermehrt mit Birkenpollen rechnen.



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