Heizung und Hausstaubmilben: Warum auch im Winter Allergien auftreten

Wenn es Winter wird, atmen viele Allergiker auf. Kein Pollen mehr, also auch kein Niesen und Jucken, keine Sonnenallergie. Doch mit der Winterzeit beginnen auch die Winterallergien. Winterallergien? Richtig. Wer in den wärmeren Jahreszeiten von Allergien betroffen ist, für den muss das kältere Wetter nicht unbedingt eine große Erleichterung sein.

Die Pollenmenge im Winter ist deutlich niedriger als im Frühling und Sommer. Da die Menschen im Winter jedoch viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, sind die Türen und Fenster geschlossen und sie sind anfälliger für “hausgemachte” Allergien. Die Symptome von Winterallergien ähneln denen in den anderen Jahreszeiten. Dazu können gehören:

  • juckende Nase und Augen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Niesen
  • laufende Nase

Alternativmedizin nutzen

Tatyana Tomsickova / 123RF

Allergien können mit Antihistaminika behandelt werden. Wenn das Problem jedoch weiterhin besteht, sollte man möglicherweise einen Allergologen konsultieren, der herausfindet, worauf man allergisch ist und wie das Problem gelöst werden kann. Die Mikronährstoffmedizin bietet viele Alternativen zu Antihistaminika, etwa durch Probiotika, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und Antioxidantien.

Bei kälterem Wetter bleiben wir gern im Haus und holen unsere warmen Decken heraus. Haustiere kommen zum Kuscheln aufs Sofa und ins Bett. Für diejenigen, die gegen Haustiere und Hausstaubmilben allergisch sind, treten daher auch im Winter Allergiesymptome auf. Haustiere mit Federn oder Fell stoßen Hautschuppen ab. Es sind winzige Hautpartikel, die Allergien auslösen können. Daher sollte man regelmäßig saugen (besonders gründlich Teppiche und Polstermöbel) und durchlüften.

Milben lieben Menschen

Saugen hilft auch gegen Hausstaubmilben. Diese mikroskopisch kleinen achtbeinigen Kreaturen ernähren sich von toten Hautschuppen und nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf  anstatt zu trinken. Deshalb halten sie sich gerne dort auf, wo Menschen sind und es feucht ist. Betten, Bettwäsche und Teppiche bieten Staubmilben den perfekten Ort zum Leben. Und egal wie sauber das Haus ist – Staubmilben gibt es überall.

Die Allergie gegen Milben ist eine der häufigsten Allergieformen. Die Symptome unterscheiden sich in der Regel etwas von den durch Pollen ausgelösten Allergien. Im Gegensatz zu plötzlichen Anfällen des Niesens, einer wässrigen Nase und juckenden Augen neigt die Milbenallergie dazu, eine chronische Verstopfungen der Nase zu verursachen, die morgens am schlimmsten ist. Menschen, die gegen Hausstaubmilben allergisch sind, sind zudem anfälliger für Ohren- und Nebenhöhlenentzündungen.

Wer gegen Staubmilben allergisch sind, kann folgendes tun:

  • Staubsammler aus dem Schlafzimmer verbannen (etwa Plüschtiere)
  • Bettwäsche in heißem Wasser waschen (bei 130 Grad)
  • Teppiche regelmäßig mit einem HEPA-Filtersauger absaugen und einmal pro Jahr dampfreinigen
  • hochwertige Allergen-Überzüge für Matratze und Kissen kaufen

Immer gut lüften

Winterallergien werden jedoch nicht nur durch kleine und große Tiere ausgelöst. Kamine und Heizungen sind eine großartige Möglichkeit, sich im Winter aufzuwärmen, doch sie verursachen auch unangenehme Allergien. Ohne ausreichende Belüftung können diese durch den Rauch der Kamine verschlimmert werden. Heizungen wiederum trocknen den Raum aus.

Durch die niedrige Luftfeuchtigkeit trocknen die Schleimhäute in der Nase aus, was Entzündungen und Erkältungen begünstigt. Daher sollte immer auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden.

Wer zu Allergien neigt, wird sich wahrscheinlich nie ganz davor schützen können. Doch wenn man die Gefahren kennt, lassen sie sich zumindest eindämmen. Lüften, saugen und ein tierfreies Zuhause sind Maßnahmen, die sich in der Regel gut umsetzen lassen und die Symptome lindern können.

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