Heuschnupfen: Wann mit der Behandlung beginnen?

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) ist eine fiese Angelegenheit, denn den munter umherschwirrenden Pollen von Gräsern und Bäumen kann man als Allergiker eigentlich nicht so recht entkommen. Auch geschlossene Räume sind keine allergenfreien Zonen, zumindest nicht, wenn man ab und an einmal lüftet. Damit greift eine der Empfehlungen bei Allergien – die Vermeidung des Kontakts mit den entsprechenden Allergenen – in diesem Fall schon mal nicht.

Behandlung von Heuschnupfen

Behandlung von Heuschnupfen – Fotolia © Norwayblue

Viele Heuschnupfen-Patienten sind deshalb auf Medikamente angewiesen. Inzwischen gibt es zahlreiche Arzneimittel gegen Heuschnupfen, zum Beispiel Nasensprays oder Tabletten. Diese werden immer dann angewendet, wenn Symptome wie Fließschnupfen, Niesreiz oder eine verstopfte Nase einsetzen. Moderne Antiallergika unterdrücken innerhalb weniger Minuten die Symptome und sind in der Regel gut verträglich. Die Wirkung hält oftmals ganze 24 Stunden an. Viele Präparate sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Leider haben Medikamente auch zwei entscheidende Nachteile: Zum einen wirken sie nur vorübergehend, zum anderen können bei der systemischen Therapie mit Tabletten manchmal unangenehme Nebenwirkungen wie beispielsweise Müdigkeit auftreten.



Wer an mehr als 24 Tagen im Jahr an allergischen Symptomen leidet oder mit Medikamenten keine ausreichende Besserung erzielt, kann eine Spezifische Immuntherapie (SIT) durchführen lassen. Die SIT ist auch unter den Bezeichnungen Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung bekannt. Sie ist die einzige Möglichkeit, die Ursachen der Allergie zu bekämpfen, indem der Körper mit kleinen, langsam steigenden Dosen eines Allergens an den Allergieauslöser gewöhnt wird. Bis die SIT wirkt, vergehen allerdings mehrere Monate. Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte daher am besten jetzt im Frühherbst mit der Behandlung beginnen, da der Pollenflug nun bis etwa Januar eine kleine Pause einlegt.

Bei der SIT werden die Allergene meist im Rahmen einer Injektionstherapie gespritzt (Subkutane Immuntherapie). Seit einigen Jahren können sie aber auch in Form von Tropfen oder Tabletten verabreicht werden (Sublinguale Immuntherapie). Beide Behandlungsmethoden sind gleich gut wirksam.

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2 Antworten auf "Heuschnupfen: Wann mit der Behandlung beginnen?"

  1. Sehr geehrte Redation von Allergien.com,

    als Mitarbeiterin des Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen bin ich aktuell mit der Bearbeitung von Themenblättern betraut, die der Öffentlichkeitsinformation dienen. Zum Themenblatt Ambrosia würden wir gerne Ihre Abbildung verwenden (niesender Mensch, s.oben). Wäre das kostenfrei möglich und wie soll das Bild gegebenenfalls zitiert werden?

    Herzliche Grüße,
    Astrid Kleber

  2. Hallo, gestern der 28.02.16 war es ganz schlimmm. Ich wohne in Mannheim Frage: sind die Tablette–tropfen Therapie Behandlungen für jeden verwendbar?

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