Rückgang von Nickelallergien

Gibt es einen Rückgang von Nickelallergien? Modeschmuck und Piercingringe, aber auch Knöpfe, Reißverschlüsse und Handys enthalten meist Nickel. Da dieses Metall Allergien auslösen kann, erließ die EU im Jahr 2001 eine Verordnung, in der festgelegt wurde, dass Gegenstände, die ständig oder häufig Kontakt mit der Haut haben, nur noch maximal 0,5 µg Nickel pro Quadratzentimeter pro Woche freisetzen dürfen. Bei Piercing-Schmuck liegt die erlaubte Menge bei 0,2 µg.

Rückgang von Nickelallergien

Britische Forscher haben jetzt belegt, dass dieses Nickelverbot Erfolg zeigt. Die Wissenschaftler werteten Allergiedatenbanken aus Deutschland, Dänemark, Italien und Großbritannien mit Daten von über 180.000 Patienten mit Verdacht auf eine Nickelallergie aus. In Deutschland litten 1995 etwa 35 Prozent der Frauen unter 30 Jahren an einer Nickelallergie, 2010 waren es nur noch etwa 15 Prozent. Auch in Dänemark, Italien und Großbritannien ging die Zahl der jungen Frauen, die allergisch auf Nickel reagierten, zurück. Ebenso wurde ein Rückgang von Nickelallergien bei jungen Männern in Deutschland und Großbritannien beobachtet.



Bei älteren Frauen zwischen 30 und 60 Jahren stellten die Forscher jedoch in fast allen Ländern einen Anstieg der Allergikerinnen fest. Dies liegt daran, dass diejenigen Frauen, die vor der EU-Verordnung bereits eine Nickelallergie entwickelten, diese auch in späteren Lebensjahren behalten.

Dass sich der Rückgang der allergischen Reaktionen tatsächlich auf das Nickelverbot zurückführen lässt, begründen die Wissenschaftler damit, dass in anderen Ländern ohne eine solche Verordnung die Zahl der Nickelallergiker im untersuchten Zeitraum weiterhin zunahm.


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