Antihistaminika

Antihistaminika sind Arzneimittel, die bei der Behandlung von Allergien höchste Priorität besitzen. Sie wirken gegen bereits freigesetztes Histamin und dämmen die allergische Reaktion somit zeitnah ein.

Histamin löst die allergischen Symptome aus, indem es die Histaminrezeptoren besetzt. Die Histaminrezeptoren werden in drei Untertypen eingeteilt: H1, H2 und H3. Histaminrezeptoren befinden sich fast überall im Körper. Bei der allergischen Reaktion spielen allerdings nur die H1-Rezeptoren eine Rolle.

Antihistaminika docken an die H1-Rezeptoren an und verhindern auf diese Weise, dass diese von Histamin besetzt werden können. Indem das Antihistaminikum bisweilen auch einen anderen Rezeptor (z. B. für Serotonin, Dopamin usw.) blockiert, kann es zu Nebenwirkungen wie beispielsweise Müdigkeit kommen. Davon abgesehen gibt es keine Garantie, dass das gesamte freigesetzte Histamin unterdrückt wird. Entscheidend ist die vom Körper produzierte Histaminmenge im Verhältnis zu Wirkstärke und Wirkdauer des jeweiligen Arzneimittels.

Antihistaminika werden in zwei Generationen unterteilt:

  • Antihistaminika der 1. Generation
    • Bamipin
    • Clemastin
    • Dimetinden

Eine häufige Nebenwirkung dieser Präparate ist Müdigkeit. Dies kann jedoch bei Symptomen wie Juckreiz – z. B. im Zusammenhang mit einem atopischen Ekzem –  durchaus erwünscht sein.

  • Antihistaminika der 2. Generation
    • Azelastin
    • Cetirizin
    • Lortadin
    • Levocabastin
    • Fexofenadin
    • Mizolastin

Antihistaminika der 2. Generation haben weniger schwere und langanhaltende Nebenwirkungen als Antihistaminika der 1. Generation. Sie eigenen sich daher besonders gut für die Behandlung von Kindern und Berufstätigen.

Selbstmedikation mit Loratadin oder Azelastin

Loratadin besitzt ebenso wie Azelastin eine Dreifach-Wirkung:

  • die Mastzellen werden stabilisiert
  • die H1-Rezeptoren werden blockiert
  • entzündungshemmend

Loratadin zählt zu den Antihistaminika der 2. Generation. Nebenwirkungen wie Müdigkeit sind nahezu ausgeschlossen. Das Medikament bietet einen Rundum-Schutz, d. h. es wirkt sowohl an den Schleimhäuten von Auge und Nase als auch an der Haut.
Loratadin gibt es ausschließlich in Tablettenform. Die Wirkung tritt innerhalb von ein bis vier Stunden ein und hält ca. 24 Stunden an. Es genügt, einmal pro Tag eine Tablette einzunehmen.

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