Glucocorticoide (Cortison)

Glucocorticoide spielen bei der Behandlung von Allergien eine bedeutsame Rolle. Alle entsprechenden Arzneimittel haben den Zweck, die allergischen Entzündungen zu unterdrücken. Die Verabreichung erfolgt per Inhalation, zur systemischen Anwendung in Tablettenform oder topisch (zum Beispiel in Salbenform zur Behandlung von Ekzemen).

Glucocorticoide haben folgende Wirkung:

  • juckreizstillend
  • antiphlogistisch (entzündungshemmend)
  • immunsuppressiv (das körpereigene Abwehrsystem wird unterdrückt)
  • antiproliferativ (wachstumshemmend)
  • vasokonstriktorisch (gefäßverengend)

Zur äußerlichen Behandlung werden Glucocorticoide bei Kontaktekzemen und atopischen Ekzemen eingesetzt. Bis auf die in Apotheken erhältlichen, freiverkäuflichen Hydrocortison-Präparate sind alle Produkte verschreibungspflichtig.
Generell sollten Glucocorticoide – sofern nicht anders mit dem Arzt vereinbart – nur kurzzeitig angewendet werden. Besonders bei langfristiger topischer Anwendung besteht die Gefahr typischer Nebenwirkungen wie zum Beispiel Hautatrophien (die Haut wird dünner) oder einer Reizung der Schleimhäute an Auge oder Nase. Bei systemischer Therapie mit Glucocorticoiden kann es hingegen zu Gewichtszunahme, Immunschwäche oder einem erhöhten Risiko für Magengeschwüre kommen.

Bei Asthma bronchiale werden folgende Glucocorticoide inhalativ angewendet:

  • Budesonid ( Pulmicort® )
  • Flunisolid ( Inhacort® )
  • Beclometason ( Sanasthmyl® )

Diese sind ebenso verschreibungspflichtig.
Bei schweren Allergien werden Glucocorticoide in Tablettenform eingesetzt. Auch diese sind wie die anderen nur mit einer ärztlichen Verordnung erhältlich.
Im Rahmen einer Notfall-Behandlung – beispielsweise bei einem anaphylaktischen Schock – sind Glucocorticoide unverzichtbar.

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