Mastzellenstabilisatoren

Mastzellen sind Gewebszellen, die Histamin produzieren und dieses in Vesikeln (intrazelluläre Bläschen) speichern. Bei einer Allergie verschmelzen die Vesikel mit der Zellwand und lösen eine Histaminausschüttung aus.
Bei der Therapie geht es darum, die Mastzellen gegen allergische Reize zu stärken, um so die Histaminausschüttung zu bremsen bzw. sie ganz zu unterdrücken.
Entsprechende Wirkstoffe nennen Mediziner Mastzellenstabilisatoren.

Folgende Wirkstoffe werden dabei eingesetzt:

  • Cromoglicinsäure
  • Nedocromil
  • Lodoxamid-Trometamol

Selbstmedikation mit Cromoglicinsäure
Cromoglicinsäure, auch Natriumcromoglicat genannt, zählt zu den am häufigsten verordneten Mastzellenstabilisatoren und zeichnet sich durch zuverlässige Wirkung aus. Da sie nicht rezeptpflichtig, sondern in der Apotheke freiverkäuflich ist, wird Cromoglicinsäure sehr gerne zur Selbstmedikation verwendet. Sie eignet sich in erster Linie zur Therapie von allergischen Symptomen an Schleimhäuten (Augen, Nase, Bronchien -> Konjunktivitis, Rhinitis), findet aber auch Anwendung in der Behandlung von Nahrungsmittel-Allergien.

Anwendungsgebiete:

Vorteile: Cromoglicinsäure hat keinerlei Nebenwirkungen und eignet sich daher auch als Langzeittherapeutikum (z.B. bei perennialer Rhinitis). Ebenso ist die Anwendung bei Kindern oder Säuglingen unbedenklich. Das Zentrum für Embryonaltoxikologie empfiehlt Cromoglicinsäure für Allergikerinnen in der Schwangerschaft.

Darreichungsformen von Cromoglicinsäure:

  • Nasenspray → bei allergischer Rhinitis
  • Augentropfen → bei allergischer Konjunktivitis
  • Pulver zum Inhalieren → allergisches Asthma bronchiale
  • Kapselform → bei einer Nahrungsmittel-Allergie
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