Neues für Gräserpollenallergiker

Für Gräserpollenallergiker bzw. Heuschnupfenpatienten ist leider kein Grund zum Aufatmen in Sicht: Aufgrund der Klimaerwärmung beginnen Bäume und Gräser immer früher zu blühen und die Pollenflugsaison dehnt sich zeitlich aus. Das bedeutet eine verlängerte Leidenszeit – Jahr für Jahr.

Doch die medizinische Forschung gibt ihr Bestes. Fast ständig kommen neue und verbesserte pharmazeutische Produkte auf den Markt. Die meisten davon zielen darauf ab, Heuschnupfen-Symptome rasch und möglichst langanhaltend zu beseitigen.

Gibt es Neues für Gräserpollenallergiker?

Mittel der Wahl für viele Allergiker sind Antihistaminika. Es gibt sie in Tablettenform, aber auch zur lokalen Anwendung als Nasenspray oder Augentropfen. Antihistaminika haben allerdings zwei Nachteile: Wer sie absetzt, hat spätestens am nächsten Tag wieder mit Beschwerden zu kämpfen. Darüber hinaus rufen Antihistaminika manchmal unangenehme Nebenwirkungen wie Müdigkeit hervor. Neuere Präparate sind laut Angaben der Hersteller inzwischen besser verträglich und haben eine nachhaltigere Wirkung.



In einigen Fällen reicht die symptomatische, medikamentöse Behandlung jedoch nicht oder nicht mehr aus. Dann empfehlen Ärzte meist eine Spezifische Immuntherapie (SIT). Sie ist die einzige Therapieform, die die Ursachen der Allergie bekämpft: Durch die Verabreichung kleiner, stetig steigender Dosen der allergieauslösenden Stoffe wird der Körper langsam an die Allergene gewöhnt.

Bislang wurde diese Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung meist in Form der Subkutanen Immuntherapie (SCIT) als Injektionsbehandlung durchgeführt. Neuerdings lassen sich die zeitaufwändigen Arztbesuche und der unangenehme Pieks jedoch vermeiden, da es den Wissenschaftlern gelungen ist, eine kleine „daily dose“ an Allergenen in Tabletten- beziehungsweise Tropfenform zu bringen. Diese Form der SIT nennt sich Sublinguale Immuntherapie (SLIT). Für Gräserpollenallergiker wurde beispielsweise eine Tablette entwickelt, die die Allergene der fünf häufigsten Gräser enthält. Entgegen aller Gerüchte ist die SLIT genauso gut wirksam wie die Injektionstherapie und hilft zulässig, einem „Etagenwechsel“ und damit dem gefürchteten Asthma bronchiale vorzubeugen. Dies konnte auch im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie bewiesen werden.



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