Physikalische Therapie bei Allergien: Inhalieren, spülen, befeuchten

Medikamente gehören für die meisten Allergiker bereits zum täglichen Leben. Daneben gibt es allerdings noch weitere Möglichkeiten, die Therapie sinnvoll zu unterstützen. Eine davon ist die physikalische Therapie mit Inhalationen und Nasenspülungen. Die Ziele dabei sind, die Atemwege zu befeuchten und den Schleim zu lösen, Schadstoffe abzutransportieren und Entzündungen der Schleimhäute und Bronchien zu lindern. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Produkte und Maßnahmen.

Wer schon einmal am Meer war, kennt den Effekt der salzhaltigen Luft: Nach einer gewissen Zeit fängt die Nase fast unweigerlich an zu laufen. Auch Gesunde haben dabei das gute Gefühl, dass endlich mal „alles rauskommt“. Der reinigende Effekt von Sole ist keineswegs zu unterschätzen. Sole-Inhalationen tun sowohl Allergikern als auch Erkältungspatienten gut. Entweder kauft man sich hierfür einen Inhalator oder sorgt mithilfe eines Raumluftbefeuchters für Meeresklima in den eigenen vier Wänden. Die Geräte müssen allerdings nach jeder Anwendung sorgfältig gereinigt werden.

Weiterhin können regelmäßige Salzwasser-Nasenduschen Allergikern helfen, die Nase zu befreien – denn auf diese Weise werden Pollen und andere Allergene einfach fortgeschwemmt. Nasenduschen gibt es für wenige Euro in jeder Apotheke. Wichtig ist, beim Anmischen auf die Dosierung zu achten. Das Salz kann man in kleinen Portionsbeuteln ebenfalls in Apotheken kaufen. Wer selbst zum Salzstreuer greift, läuft bisweilen Gefahr, zu viel Salz auf zu wenig Wasser zu nehmen. Das kann die Schleimhäute reizen und ein Brennen in der Nase verursachen. Nasenduschen können im Allgemeinen anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein. Es empfiehlt sich jedoch, nicht gleich aufzugeben. Mit ein wenig Übung hat man irgendwann den Dreh raus.

Neben Salzwasser eignen sich auch Teebaum- oder Eukalypthusöl für Inhalationen. Bei Entzündungen der Schleimhäute wirkt Kamille besonders beruhigend und zugleich antibakteriell. Auch Dill oder Fenchelöl haben häufig einen beruhigenden Effekt auf die gereizten Atemwege.

Wer viel unterwegs ist und gerade keine Zeit für Inhalationen hat, sollte in der Apotheke nach einem Inhalierstift fragen. Dieser passt in jede Handtasche und lässt sich an jedem Ort der Welt unauffällig anwenden. Zwar haben Inhalierstifte nicht ganz den Effekt einer richtigen Inhalation, doch für zwischendurch sind sie keine schlechte Lösung.

Inhalation und Entspannung lassen sich übrigens fabelhaft bei einem Wannenbad verknüpfen. Stressabbau ist sehr wichtig für Allergiker, da innere Anspannung die Symptome verschlimmern kann. Das Ruhen im warmen Wasser kann sich auf diese Weise doppelt positiv auf die Erkrankung auswirken kann. Gerade nach einem langen Tag oder bei schlechtem Wetter genau das Richtige!

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