Selbstmedikation mit Antihistminika (z.b. Azelastin)

Azelastin ist ein Antihistaminikum der zweiten Generation, das gerne zur Selbstmedikation an Augen und Nase eingesetzt wird.

Der Wirkmechanismus:

  • H1-Rezeptoren werden geblockt. → Innerhalb von fünf bis zehn Minuten tritt die Wirkung ein und hält mindestens 12 Stunden an.
  • Die Mastzellen werden stabilisiert. → Der Einstrom der Calciumionen wird gehemmt.
  • anti-entzündliche Wirkung
    → Die Infiltration der Entzündungszellen wird gehemmt.
    → Die Leukotrien-Synthese wird gehemmt.
    → Die Adhäsionsmoleküle werden reduziert.
  • Entscheidend ist die Blockierung der H1-Rezeptoren. Dadurch werden die typischen Histamin-Effekte beseitigt:
  • Verengung der Bronchien (→ Atemnot)
  • Erhöhung der Gefäßdurchlässigkeit (→ Gewebsschwellung)
  • Stimulation von Schleimhautabsonderungen (→ Sekretfluss)
  • Reizung der Nervenendigungen (→ Brennen, Juckreiz)
  • Erweiterung von Gefäßen (Rötung)

Die Stabilisation der Mastzellen verhindert sowohl das Einströmen der Calciumionen als auch die Freisetzung von Histamin und weiteren Entzündungsmediatoren. Deshalb wird Azelastin auch gerne zur Prophylaxe eingesetzt. Azelastin ist rezeptfrei als Nasenspray und Augentropfen (auch als Kombi-Packung) in der Apotheke erhältlich. Nasensprays mit Metazolin sind in der Lage, die Schleimhäute abzuschwellen. Diese Sprays dürfen allerdings nur maximal zwei Wochen lang angewendet werden.

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