So genießen Sie den Frühling trotz Pollenallergie

Endlich ist es soweit: Der Frühling steht vor der Tür! Eigentlich ein Grund zur Freude, erwacht doch die Natur wieder zu neuem Leben. Doch für Menschen mit einer Pollenallergie (Heuschnupfen) kann die schönste Zeit im Jahr zur echten Herausforderung werden. Denn wenn die Nase läuft, die Augen Tränen und vielleicht sogar die Atmung erschwert ist, leidet die Lebensqualität erheblich. Doch es gibt Dinge, die Sie beachten können, um gut durch die pollenreiche Zeit zu kommen und den Frühling trotz Allergie zu genießen. Wir verraten Ihnen, was Sie beachten sollten, damit die Symptome möglichst gering ausfallen oder Ihnen ganz erspart bleiben.

Frühling genießen trotz Pollenallergie? Wir zeigen Ihnen wie!

Frühling genießen trotz Pollenallergie

So genießen Sie den Frühling trotz Pollenallergie – Fotolia © drubig-photo

Urlaub besser in pollenfreien Regionen planen

Wenn Sie wissen, auf welche Pflanzen Sie reagieren, dann versuchen Sie, während der Hochsaison des Pollenflugs zu verreisen. Pollenallergiker können in Aufenthalten am Meer, im Hochgebirge ab 1500 Meter oder in einer Wüstenregion aufatmen, denn dort fliegen wenn überhaupt nur wenige Pollen.

So steigern Sie die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden!

Halten Sie die Fenster in der Hauptblütezeit meist geschlossen, damit die Pollen nicht in Ihren Wohnraum vordringen können. Lüften Sie am besten in den frühen Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr. Zu dieser Zeit ist aufgrund des Sonnenstandes mit der geringsten Pollenbelastung zu rechnen.



Leider ist es notwendig, dass Allergiker häufiger als Nicht-Allergiker ihr Zuhause putzen, damit die Beschwerden so gering wie möglich ausfallen. Dies gilt insbesondere für Hausstaubmilbenallergiker, die Allergiker-geeignete Matratzen, Bezügeetc. benötigen, um möglichst wenig belastet zu werden. Auch sollten Sie weitgehend auf Staubfänger wie Teppiche, Decken, etc. verzichten und Polstermöbel häufig mit dem Staubsauger reinigen!
Um sich nach außen gegen eine Pollenbelastung abzuschirmen, gibt es spezielle Pollenfilter, die Sie an die Fensterrahmen anbringen können. Um die Belastung durch Blütenpollen und Hausstaub zu verringern, gibt es spezielle Luftfilter, die Sie beispielsweise im Schlafzimmer aufstellen können. Dadurch können empfindliche Menschen die Atemluft sauberer und für sich gesünder machen.

Für Menschen mit Heuschnupfen ist es auch ratsam, wenn die Wäsche drinnen statt draußen zum Trocknen aufgehängt wird. Denn in der Kleidung bleiben viele Blütenpollen haften.

Für ein beschwerdefreies Autofahren


Denken Sie daran, dass ein Auto mit integriertem Pollenfilter für Menschen mit Allergien besonders wichtig ist. Hat Ihr Fahrzeug diesen nicht, achten Sie darauf, dass die Lüftung so eingestellt ist, dass keine Außenluft ins Innere des Autos eindringen kann. Halten Sie die Fenster während Ihrer Fahrten im Frühling geschlossen – egal wie warm es ist! Saugen Sie auch regelmäßig die Polstersitze in Ihrem Auto, damit Sie hier ebenfalls die Belastung reduzieren.

Tipps zur Wohnungs- oder Haussuche

Wenn Sie die Möglichkeit haben, berücksichtigen Sie bei der Wohnungssuche oder beim Hauskauf auch die Pflanzen der näheren Umgebung. Gibt es Kiefern, Birken oder andere Bäume beziehungsweise Kräuter, die Ihnen dauerhaft Probleme bereiten könnten?

Ein Tag im Schwimmbad wirkt Wunder

Auch ein Tag im Hallenbad oder in einer Therme kann Ihr Immunsystem entlasten, da die Luft nicht mit großen Mengen an Pollen belastet ist und Sie sich nicht mit den typischen Symptomen umherschlagen müssen.

Bewegung und Sport nicht vergessen

Für Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, bieten sich die Zeiten nach Regenfällen für ausgedehnte Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten an, da dann die Luft besonders arm an Blütenpollen ist und Sie die Schönheiten des Frühlings unbeschwert genießen können. Meiden Sie Sport an frischer Luft an Tagen oder zu Zeiten, in denen die Pollenbelastung hoch ist, etwa während längerer sonniger Phasen ohne Regen. Für Joggingrunden empfehlen sich die frühen Morgenstunden, da die Luft dann noch weitgehend frei von Blütenpollen ist. Nutzen Sie sportliche Angebote während der Pollenhochsaison am besten nach Drinnen, um Ihr Immunsystem zu schonen. Aber wichtig: Treiben Sie trotz Ihrer Beschwerden Sport! Bewegung unterstützt und stärkt das Immunsystem und tut sowohl dem Körper als auch der Seele gut. So wird der Körper widerstandsfähiger und weniger anfällig für Symptome.

Körperpflege für Betroffene

Bevor Sie abends ins Bett gehen, sollten Sie sich gründlich duschen und auch die Haare waschen. Denn gerade in den Haaren befinden sich viele Blütenpollen, die während des Tages ihren Weg dorthin gefunden haben und die Sie ansonsten in Ihr Bett tragen. Nehmen Sie die Kleidungsstücke, die Sie am Tag getragen haben nicht mit in Ihr Schlafzimmer, denn auch diese enthalten reichlich Blütenpollen.

Besondere Ernährung für Allergiker

Besonders Menschen mit Allergien sollten auf eine gesunde Ernährungsweise mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und Pflanzenölen achten. Durch eine ballaststoff- und vitaminreiche sowie zucker- und weißmehlarme Ernährung lassen sich Symptome deutlich reduzieren. Auch der Konsum von Kaffee, süßen Getränken sowie Alkohol sollte der Gesundheit zuliebe eingeschränkt werden.
Wichtig: Bei Pollenallergien sind Kreuzallergien auf bestimmte Lebensmittel sehr wahrscheinlich, weil sie die gleichen problematischen Bausteine wie die Blütenpollen enthalten. Wer beispielsweise auf Birken- oder Haselpollen reagiert, verträgt oft auch keine Nüsse, Karotten und auch kein Kernobst. Bei einer Beifußpollenallergie können oft bestimmte Gewürze, zum Beispiel Petersilie, Pfeffer oder Paprikapulver, aber auch Kräuter wie Kamille Probleme bereiten. Bei Menschen mit einer Allergie auf Gräser- und Getreidepollen können Kreuzallergien auf Mehl, Tomaten oder Hülsenfrüchte bestehen.

Sonstige Tipps für ein besseres Wohlbefinden als Allergiker

Stärken Sie gerade bei Allergien Ihr Immunsystem mit allen Mitteln der Kunst. Neben einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Bewegung tun Sie am besten auch alles dafür, dass Sie seelisch möglichst im Gleichgewicht sind. Integrieren Sie Aktivitäten in Ihren Alltag, die Ihnen Freude bereiten. Treffen Sie sich mit Angehörigen oder Freunden und nutzen Sie bewusst entspannende Angebote und Freizeitmöglichkeiten wie Yoga oder andere Wellness-Angebote, um sich mit positiver Energie aufzuladen. Reduzieren Sie Stress und Ärger, wann und wo immer es möglich ist. Die psychische Komponente ist bei der Allergieproblematik nicht zu unterschätzen

Was tun, wenn Sie Beschwerden haben, hinter denen eine Allergie stecken könnte?

Wenn Sie unspezifische Probleme wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Atemprobleme haben, sollten Sie auch immer an eine mögliche Allergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit denken. Allergietests können Sie beim Hautarzt (bei Hautproblemen), Lungenfacharzt (bei Atemproblemen) oder bei auf Allergien spezialisierten Fachärzten, den Allergologen, durchführen lassen. Wichtig: Lassen Sie gesundheitliche Beschwerden immer abklären, damit Sie Klarheit darüber haben, was dahintersteckt und entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung ergreifen können.

Tipp: Produkte für Allergiker



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