Spezifische Immuntherapie: Erleichterte Prävalenz bei der Sublingualen Immuntherapie

In Deutschland leiden schätzungsweise bis zu 24 Prozent der Bevölkerung unter Heuschnupfen, fünf Prozent unter allergischem Asthma. Nicht selten beginnt die allergische Karriere bereits in der Kindheit mit Hautekzemen und Nahrungsmittelallergien. Später folgen Heuschnupfen und in den schlimmsten Fällen allergisches Asthma.  Laut einer aktuellen Forsa-Befragung geben 58 Prozent der Allergiker an, ihre Allergie selbst zu therapieren – mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten oder durch das Meiden von Allergenen. 28 Prozent der Befragten erhielten hingegen eine spezifische Immuntherapie (SIT), mit deren Ergebnis 70 Prozent zufrieden waren.

Spezifische Immuntherapie

Spezifische Immuntherapie – Fotolia © Karramba Production

Die SIT ist nach wie vor die einzige ursächliche Behandlung von Heuschnupfen und Asthma. Die verschiedenen Applikationsformen der SIT – subkutan (SCIT) oder sublingual (SLIT)) sind wissenschaftlich mittlerweile so gut geprüft, dass sie beide gleichermaßen als sicher und effektiv gelten. Da die Therapie zwei bis drei Jahre dauern kann, ist es wichtig, dass die Patienten engmaschig ärztlich betreut und überwacht werden. Gerade, wenn es um die Behandlung von Kindern geht, müssen Kinderärzte und Eltern gut zusammenarbeiten.



Was die SCIT betrifft, so ist diese mit regelmäßigen Arztbesuchen verbunden, bei denen die jeweilige Allergen-Dosis per Injektion verabreicht wird. Anschließend müssen die Patienten noch mindestens eine Stunde in der Praxis warten, da das Risiko besteht, dass eine schwerwiegende allergische Reaktion einsetzt.

Besonders empfindliche Allergiker vertragen oft keine Injektionen. Für sie ist die SLIT eine Alternative. Dabei werden die Allergene in Form von Tropfen oder Tabletten täglich eingenommen. Schwere Nebenwirkungen sind hier nicht zu befürchten, daher ist auch keine ärztliche Kontrolle erforderlich. Dies spart Zeit und erhöht auf diese Weise die Lebensqualität der Allergiker. Auch für Menschen mit Spritzenangst oder Kinder ist die SLIT die deutlich angenehme Möglichkeit der SIT. Auf diese Weise ist hier in der Regel eine verbesserte Prävalenz – das heißt Akzeptanz und Unterstützung der Therapie vonseiten des Patienten – gegeben.



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