Staubentfernung leichtgemacht – Hausstaub sorgenfrei loswerden, der Gesundheit zuliebe

Gerade jetzt im Frühjahr ist Hochsaison. Jede zehnte Hausfrau und jeder dreizehnte Hausmann macht sich statistisch gesehen jetzt ans Großreinemachen, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Dabei gilt es, den heimischen Wohnbereich gerade auch an unzugänglicheren Stellen wie unter oder hinter der Couch oder auf der Schrankwand von lästigen und störenden Staubpartikeln zu befreien.

Foto: pixabay©PublicDomainPictures (CC0 1.0)

Hausstaub ist landläufiger Ansicht nach zwar unschön aber harmlos. In Wahrheit steckt jedoch in den kleinen Schwebteilchen so einiges an Gefahrenpotential, was vielfach unterschätzt wird.

Was ist dran, am Hausstaub, oder besser: Was ist drin? Und: Wie wird man ihn am effektivsten wieder los?

Harmlose Staubpartikel?

Statistisch gesehen ist jeder zwanzigste Bundesbürger tatsächlich allergisch gegen Hausstaub. In den wenigsten Fällen allergen, verhalten sich kleinste Partikel in der Luft selten allergie-auslösend.

Gefährlicher wird es, wenn sich in dem Staubcocktail getrocknete und pulverisierte Mengen an tierischen Ausscheidungen der Hausmilbe befinden, die eingeatmet werden. Im Schnitt halten sich 1.500 Hausstaubmilben in einem Gramm Staub auf, von dem sie sich auch ernähren.

Chronischer Reizhusten oder dauerhaft entzündete Nasenschleimhäute mit verstopfter Nase sind die schwerwiegendsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die vom Einatmen der Hausstaub-Flocken und -wolken ausgehen.

Im schlimmsten Fall kann sich langfristig sogar Asthma ausbilden, bei 40 Prozent der Betroffenen entwickeln sich Folgeerkrankungen.

Symptome wie Heuschnupfen

Symptome wie Heuschnupfen

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Grundsätzlich ist jeder Mensch gegen Bestandteile im Kot der Hausstaubmilbe allergisch, Behandlungsbedarf wird aber erst dann notwendig, wenn sich Symptome ausbilden. Ein Blut- und Hauttest gibt Aufschluss über die Form der Allergie, wenn sich im Blut eine große Menge an Antikörpern (P1-Antigene) befindet. Denn Allergien sind Reaktionen des Immunsystems.

Dabei kann grundsätzlich keiner den winzigen, nur 0,1 bis 0,5 Millimeter kleinen Mitbewohnern aus der Gattung der zu den Spinnentieren gehörenden Milben entkommen, die sich in beheizten Wohnungen mehr oder weniger überall aufhalten. Da sie für das bloße Auge nicht sichtbar sind, werden sie von ihren menschlichen Mitbewohnern schlichtweg bestenfalls ignoriert. Viele wissen nicht einmal, dass sich Allergie-auslösende Partikel im Kot der Milben befinden, der mit dem üblichen Hausstaub eine gefährliche Liaison eingeht.

Klagen Betroffene über juckende Schleimhäute, Hustenreiz, tränende Augen und Kopf- und Halsschmerzen, werden die Symptome oftmals aus Unkenntnis mit einem mutmaßlichen Heuschnupfen in Verbindung gebracht. Die wahren tierischen Ursachen und Verursacher sind vielen Betroffenen nicht bewusst.

Mit einigen Vorkehrungsmaßnahmen wie häufigem Wechsel der Bettwäsche oder einem Verzicht auf Teppichbodenbeläge, Stoffcouch und Matratze wird eine übermäßige Ausbreitung der Spinnentierchen und ihrer Exkremente vorgebeugt, der Gesundheit zuliebe.

Der Griff zum Staubsauger

Dennoch stellen derartige Vorkehrungsmaßnahmen lediglich einen ersten Schritt auf dem Weg zur weitgehenden Dezimierung der Milben-Bestände in Schlaf- und Wohnzimmer dar. Zentrale Bedeutung im Kampf gegen nicht nur lästigen, auch gesundheitsgefährdenden Staub fällt vor dem Hintergrund der richtigen Wahl des Staubsaugers zu.

Gerade an Lieblingsplätzen der kleinen unsichtbaren Mitbewohner wie Bettwäsche, Polsterkissen, Gardinen aber auch Kuscheltieren sollte nicht irgendein Staubsauger zum Einsatz kommen.

Die Milbenart hat sich auf menschliche Nahrung in Form von Hautschuppen spezialisiert. Überall, wo kleinste Hautpartikel gehäuft vorkommen – an Plätzen, an denen sich der Mensch besonders oft aufhält – tritt auch die Milbenart verstärkt auf: Im Bett, auf der Couch oder auf Polsterstühlen. Durch mechanischen Abrieb gelangen kleinste Partikel in Stoffe und Polster.

Im Kampf für eine partikelfreiere Wohnumgebung erweisen sich herkömmliche Low Budget-Geräte mit handelsüblichen Schmutzfiltern leider allzu oft als zu untauglich und ineffektiv.

Hinzu kommt, dass die Tiere Wärme und höhere Luftfeuchtigkeit lieben. Bereiche unter der Bettdecke sowie in und an der Matratze zählen zu ihren Lieblingsplätzen. Auch treten sie in Handtüchern und Duschlaken im warmen und feuchten Badezimmer gehäuft auf.

Daher sollten zur Vorbeugung und Behandlung einer Hausstauballergie modernen Staubsaugern mit entsprechenden leistungsstarken Filtern nach neuestem Entwicklungsstand Beachtung geschenkt werden.

Die Wirklichkeit in deutschen Haushalten spricht jedoch bislang eine andere Sprache. So ist der Gerätestatus in nahezu jedem dritten Haushalt veraltet, Geld für eine Investition in eigene Gesundheit und effiziente Sauberkeit scheint nicht so locker im bundesdeutschen Portemonnaie zu sitzen.

So ist laut einer Statista-Umfrage fast jeder zehnte Staubsauger in Deutschland älter als zehn Jahre (9,4 Prozent), etwas mehr als jedes fünfte Gerät (21,4) immerhin älter als sechs Jahre.

Geräte für Allergiker

Grundsätzlich sollte ein Staubsauger verwendet werden, der über ein verstärktes Filtersystem verfügt. Neben stromsparendem Saugen mit hoher Saugkraft und leisem Betrieb gehört eine gründliche Filterung der Abluft zu den drei maßgeblichsten Kaufentscheidungs-Kriterien eines Staubsaugers, wie http://www.staubsauger.net informiert.

Dabei bietet der Fachhandel mittlerweile Geräte mit einem hohen Hepa-Filter an. Hepa steht für „High Efficiency Particulate Airfilter“ und verweist auch die Fähigkeit der Filter, selbst kleinste Staubpartikel aus der Luft ausfiltern zu können. Die modernste Weiterentwicklung sind die neuen Ultra Hepa Filter bzw. Ultra Low Penetration Air Filter (Ulpa).

Grundsätzlich gibt es fünf Filterklassifizierungen mit unterschiedlichem Abscheidegrad, angefangen von E10, 11, 12 bis hin zu H13 und H14 mit höchster Abscheide-Effizienz und größtem Feinstaubfiltervermögen. Hausstauballergiker sollten Sauger mit einem H13 oder H14-Filter wählen, bei beiden liegt der Abscheidegrad über 99,95 Prozent.

Beste Voraussetzungen also für ganz besonders empfindliche Allergiker-Nasen, die auf einen bestmöglichen Schutz vor umherfliegendem Feinstaub in der Luft nach dem Staubsaugen Wert legen.

Neben einer gründlichen Filterung der Abluft, bei der Feinstaub und Allergene im Sauger verbleiben, können hochfeine Partikelfilter sogar Bakterien und Viren festhalten. Sie kommen neben Allergiker-Haushalten vor allem auch in Krankenhäusern und Kliniken zum Einsatz.

Saugsysteme mit Wasserfilter

Saugsysteme mit Wasserfilter

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Mit der Erfindung des Hepa-Filters sind Staubsauger auf den Markt gekommen, die zwar schon deutlich Allergiker freundlicher sind, allerdings noch Beutel als Auffangbehältnis enthalten, in denen die aufgesaugten Staub- und Schmutzpartikel weiterhin im Gerät verbleiben. Sie verbleiben dann eventuell über Wochen im Gerät und können bei organischen Beimischungen zu schimmeln anfangen.

Saugsysteme mit Wasserfilter

Um einer möglichen Gefahr von Pilz-Kontaminierungen entgegenzuwirken, wurden gerade im Hinblick auf Allergiker-Bedürfnisse Staubsauger mit Wasserfilter entwickelt.

Bei Sauger-Systemen ohne Festfilter wird die angesaugte Luft mit einer Zentrifuge durch ein Wasserbad geleitet. Die ausgeblasene Luft wird angefeuchtet und soll von Staubpartikeln gereinigt und gleichzeitig auch von chemischen Stoffen befreit werden.

Zusätzlich sind die hochwertigsten Ausführungen noch mit einem nachgeschalteten, auswaschbaren Hepa-Filter ausgestattet, da sich auch Staubpartikel und Allergene in der Abluft von Staubsaugern mit Wasserfiltern befinden.

Experten gehen bei solchen Dual-Systemen von einer Rückhaltequote von Staub und Schmutz von 99 Prozent aus.

Ein weiterer Vorteil: Da der Wasserbehälter nach jedem Saugen entleert, kurz durchgespült und erst beim nächsten Saugen wieder befüllt wird, kann ein Wasserstaubsauger stets seine volle Saugkraft erhalten.

Als ideal für Allergiker hat sich eine bei einigen Wassersauger-Modellen integrierte Waschfunktion erwiesen. Mit ihrer Hilfe können nahezu in einem Arbeitsgang gefährdete Stoffe, Polster, Gardinen und Teppiche zusätzlich noch nass gereinigt werden.

Fazit

Durch eine Dreier-Kombination von Hepa-Filter, Wasserbad und Waschfunktion haben gesundheitsgefährdende Milben-Ausscheidungen bei konsequenter und regelmäßiger Anwendung keine Chance. Staub und Schmutz können mit einem Kombigerät nahezu vollständig gerade von Gefahrenbereichen wie Matratze, Polstercouch und Teppichen wirkungsvoll entfernt werden.

Staubentfernung leichtgemacht – Hausstaub sorgenfrei loswerden, der Gesundheit zuliebe
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3 Antworten auf "Staubentfernung leichtgemacht – Hausstaub sorgenfrei loswerden, der Gesundheit zuliebe"

  1. Wir haben Ihnen eine Email mit weiteren Informationen geschickt. Alles Liebe, Tilo, Redaktion Allergien.com

  2. Hey, toller Beitrag. Ich sehe es genau so das viele Leute den Hausstaub viel zu sehr vernachlässigen und sich dann fragen warum sie plötzlich allergisch sind. Gut das ihr jetzt so einen Beitrag rausgebracht habt den es ist sehr wichtig.
    Viele Grüße Ben

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