Allergische Bindehautentzündung (allergische Konjunktivitis)

Vier von fünf Heuschnupfen-Patienten klagen über die Nase betreffende Symptome. Die meisten haben jedoch darüber hinaus Probleme mit den Augen. Denn auch die Bindehaut des Auges (Konjunktiva) enthält Mastzellen, die Histamin freisetzen und so eine allergische Reaktion bewirken können. Mögliche Symptome sind Jucken, Tränen und Rötungen des Auges. Besonders unangenehm ist ein Fremdkörpergefühl im Auge. Das Reiben des Auges führt dabei zu einer weiteren Verschlimmerung der Beschwerden. Indem sich die Allergene durch den Lidschlag am Tränenkanal sammeln, verursachen sie insbesondere am inneren Augenwinkel starken Juckreiz.

Charakteristisch für eine allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) sind:

  • stark juckende Augen
  • tränende Augen
  • brennende Augen
  • gerötete Augen
  • geschwollene Augenlider ( Ödeme )
  • wässrig-schleimiger Tränenflüssigkeit
  • verklebte Augen am Morgen

Mediziner unterscheiden zwischen einer perennialen (ganzjährigen) und die saisonalen Konjuktivitis. Langzeitschäden am Auge sind dabei nicht zu befürchten. Eine rechtzeitige ärztliche Behandlung erspart allerdings viele Qualen. Da bei der Pollenallergie das Meiden des Allergens nahezu unmöglich ist, ist eine medikamentöse Therapie meist unumgänglich.

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Mastzellenstabilisatoren → z. B. Cromoglicinsäure als Augentropfen
  • Antihistaminika → z . B. Azelastin
  • kalte Augenkompressen (bei starkem Juckreiz)

Wenn Rötung und Juckreiz an beiden Augen zugleich auftreten, so ist eine allergische Bindehautentzündung sehr wahrscheinlich. Treten die Beschwerden jedoch nur an einem Auge auf, so handelt es sich wahrscheinlich um andere Ursachen (Viren, Bakterien), die jedoch unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollten.

Grafik Querschnitt Auge

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