Milbentest bringt Klarheit bei Hausstaubmilbenallergie

Etwa jeder zehnte Bundesbürger ist laut Angaben des Ärzteverbands Deutscher Allergologen auf den Kot der Hausstaubmilben sensibilisiert. Wer unter einer Hausstaubmilbenallergie leidet, hat ein ähnlich schweres Los wie Heuschnupfenpatienten: Da der Kot der Hausstaubmilben, der die Allergie auslöst, vor allem in der Wohnung fast überall vorkommt, gibt es kaum ein Entkommen. Insbesondere in Polstermöbeln, Vorhängen und Teppichen machen es sich die Milben gerne gemütlich und vermehren sich eifrig.

Ein Milbentest hilft Allergikern, schnell und unkompliziert festzustellen, wie hoch die Belastung an bestimmten Stellen in der Wohnung ist. Der Milbentest besteht aus einem Teststab, der zickzackförig über das Testobjekt – beispielsweise einen Sessel oder ein Sofa – gestreift wird. Anschließend wird eine Entwicklerlösung auf den Teststab aufgetropft. Danach lässt sich über eine Farbstreifenmarkierung ablesen, wie hoch die Milbenkot-Konzentration ist: Unter, über oder deutlich über 2µg. Dieser von der WHO festgelegte Grenzwert stellt dabei nur eine grobe Richtgröße dar. Die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen ist stets abhängig vom individuellen Immunstatus. Selbst wenn das Testergebnis fast keine Allergenbelastung anzeigt, können bei entsprechend sensiblen Personen Allergiereaktionen auftreten. Immunologisch eher schwache Menschen wären beispielsweise Säuglinge, Kleinkinder und Kinder.

Was hilft es zu wissen, wo besonders viele Milben leben? Einzelne Milbensiedlungsgebiete wie beispielsweise Kuscheltiere oder Kissen lassen sich einfach beseitigen, indem man diese Gegenstande aus der Reichweite des Allergikers entfernt. Beim Teppich oder der Couchgarnitur wird es dann schon schwieriger. Staubsaugen hilft leider nichts. Doch für diese Fälle gibt es Milbensprays, mit denen die entsprechenden Objekte behandelt werden können. Die Sprays haben unterschiedliche Wirkungsweisen: Während die einen die Milben ersticken, sorgen die anderen dafür, dass die Milben an Appetit verlieren und sich nur noch sehr langsam vermehren. Ein erneuter Milbentest kann zeigen, ob das Milbenspray im individuellen Fall seine Wirkung tut oder ob man besser auf ein anderes Produkt ausweichen sollte.

Sämtliche Milbensprays sind für Menschen vollkommen unschädlich. Eine Behandlung mit Milbenspray ist übrigens nicht nur bei einer bestehenden Allergie sinnvoll, sondern kann auch prophylaktisch durchgeführt werden. Wer Bedenken dabei hat, die Matratze mit Milbenspray zu behandeln, kann auch einen entsprechenden milbenundurchlässigen Bettbezug kaufen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, da viele Bezüge nur mangelhaft gegen Milben wirksam sind, nach wenigen Wäschen Mängel aufweisen oder mit Gift gegen Mikroben kontaminiert sind. Diese Problematik betrifft auch Allergiker-Bezüge, die von den Krankenkassen finanziert werden.

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