Tipps für Eltern mit allergischen Kindern

Die Diagnose Allergie – egal welcher Art – bedeutet für viele Kinder eine große Umstellung in ihrem Leben. Plötzlich ist das Lieblingsgericht vom Speiseplan gestrichen, weil es schuld an den Bauchschmerzen sein soll. Auf einmal ist Spielen und Toben draußen nur noch mit Einschränkungen erlaubt, weil Pollen umherfliegen und einen Asthmaanfall provozieren könnten.

Besonders kleinen Kindern fehlt häufig das Verständnis dafür, was mit ihnen geschieht – und damit auch die Einsicht, dass bestimmte Dinge wie die Einnahme von Medikamenten oder der Verzicht auf den Kontakt mit Allergieauslösern künftig schlichtweg notwendig sind. Eltern sollten sich in der Phase nach der Diagnose darauf einstellen, dass ihre Kinder traurig oder trotzig auf die Erkrankung und die damit in Verbindungen stehenden Maßnahmen reagieren, und viel Geduld aufbringen. Kinder neigen zudem meist dazu, sich zu überschätzen. Enger gezogene Grenzen werden unter Umständen auf taube Ohren stoßen, dennoch ist es unabdingbar, dass diese Grenzen nachdrücklich kommuniziert werden.

Versuchen Sie, ihrem Kind nach Möglichkeit altersgerecht verständlich zu machen, was bei einem allergischen Anfall in seinem Körper vor sich geht. Wenn es um die regelmäßige Einnahme von Medikamenten oder das zuverlässige Mitführen eines Asthmasprays geht, können Sie auch kleine Belohnungen in Aussicht stellen. Es ist wichtig, dass Ihr Kind seine Erkrankung verstehen und akzeptieren lernt und zugleich ein gutes Körpergefühl entwickelt, damit es kritische Situationen so bald wie möglich selbstständig erkennt und handeln kann.

Das Ziel ist, dass Ihr Kind selbstbewusst mit seiner Allergie umgeht. Die Erfahrung, dass eine Allergie behandelbar ist und das Leben nicht allzu sehr einschränkt, wenn man sich an die Regeln hält, wird ihrem Kind die Angst vor erneuten allergischen Reaktion nehmen.  Es sollte zudem wissen, dass eine Allergie nichts ist, wofür man sich schämen muss. Vielmehr muss es lernen, dass es um Hilfe bitten darf.

Weiterhin sollten Eltern wichtige Ansprechpartner im Lebensumfeld des Kindes über die Allergie informieren. Dazu gehören zum Beispiel Erzieher im Kindergarten oder der Kindertagesstätte, Lehrer an Schulen oder auch die Eltern enger Freunde, bei denen sich das Kind regelmäßig aufhält. All diese Personen sollten wissen, dass Ihr Kind Allergiker ist und was sie im Notfall tun können.

Nicht zuletzt sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind alle wichtigen Medikamente immer bei sich hat. Es sollte darüber hinaus möglichst einen Zettel mit den wichtigsten Telefonnummern (zum Beispiel der Eltern und des behandelnden Arztes) sowie Handlungsanweisungen für den Notfall in der Tasche tragen.

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