Wie Pollenallergiker den Winter nutzen können

Wenn die Tage wieder kürzer werden, können Pollenallergiker endlich aufatmen: Jetzt im Winter fliegen für einige Wochen keine Gräser- oder Baumpollen durch die Gegend. Die Freude währt allerdings leider nur kurz –  denn aufgrund der Klimaerwärmung fallen unsere Winter häufig wärmer aus, was eine frühe Baum- und späte Gräserblüte begünstigt. So sind die ersten Pollen von Hasel und Erle bereits im Januar unterwegs.

Allergien im Winter

Allergien im Winter – Fotolia © Goodpics

Wer klug ist, spricht daher schon jetzt mit seinem Arzt darüber, wie er sich in den wenigen pollenfreien Wochen am besten gegen den erneut drohenden Heuschnupfen wappnen kann. Eine sehr gute und vielversprechende Therapiemöglichkeit ist beispielsweise die Spezifische Immuntherapie (SIT), bei der der Körper durch die regelmäßige Zufuhr kleiner Allergendosen langsam an die Allergieauslöser gewöhnt wird. Das heißt, das Übel wird anstatt der üblichen Symptom-Bekämpfung direkt an den Wurzeln gepackt.

Bis die SIT wirkt, müssen sich die Patienten allerdings ein wenig gedulden. So kann es drei bis fünf Jahre dauern, bis die Allergie ganz oder in weiten Teilen verschwunden ist. Dennoch macht auch eine präsaisonale Behandlung Sinn, mit der sich die im Frühjahr zu erwartenden Symptome deutlich lindern lassen. Damit die Allergentoleranz bei erneutem Pollenflug bereits erhöht ist, sollten die Patienten am besten jetzt im Winter mit der SIT beginnen.

Die SIT kann entweder in Form einer Injektionstherapie (SCIT) oder durch die Einnahme von Tropfen oder Tabletten (SLIT) durchgeführt werden. Beide Möglichkeiten haben dieselbe gute Wirkung. Ein wesentlicher Vorteil der SLIT ist dabei, dass keine Arzttermine nötig sind und die Behandlung komfortabel zu Hause und unterwegs gleichermaßen durchgeführt werden kann. Auch Patienten mit Spritzenangst und Kinder bevorzugen in der Regel die SLIT.

Die Prognose nach einer SIT ist gut: Bei 90 Prozent der Patienten ist die Behandlung erfolgreich – und zwar anhaltend für bis zu zehn Jahre.



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