Neurodermitis (Atopisches Ekzem)

Bei einem atopischen Ekzem, auch endogenes Ekzem oder Neurodermitis genannt, handelt es sich um eine atopische Erkrankung, die bereits im ersten Lebensjahr einsetzen kann. Etwa 10 % aller Kinder sind Neurodermitiker, doch nur zwei Drittel von ihnen leiden auch im Erwachsenenalter noch unter der Erkrankung. Ungefähr jeder zweite Neurodermitiker entwickelt später auch Heuschnupfen oder allergisches Asthma bronchiale.

Merkmale des atopischen Ekzems:

Neurodermitis

Neurodermitis – Fotolia © Farina3000

  • starker Juckreiz (bisweilen und insbesondere nachts unerträglich)
  • schubweiser Verlauf
  • trockene Haut
  • schuppende Haut
  • Rötung
  • Bläschenbildung
  • erhabene Papeln (Knötchen)

Durch Kratzen bilden sich nässende Wunden und Krusten. Dies begünstigt bakterielle Infektionen, die die Ekzeme noch verschlimmern können.

Auslöser von Neurodermitis können sein:

  • Klimaschwankungen
  • Staubbelastung
  • Reibung der Haut (z.B. durch Kleidung)
  • Schwitzen
  • bestimmte Nahrungsmittel
  • seelische Anspannung und Stress

Besonders letzterer Punkt sollte bei der Therapie nicht unterschätzt werden. Bei vielen Patienten führt seelisches Wohlbefinden zu einer Symptombesserung.

Das atopische Ekzem beginnt im Säuglingsalter als so genannter Milchschorf. Dabei handelt es sich um mit weißlichen Krusten bedeckte Hautentzündungen. Häufig beginnt der Milchschorf im Gesicht und an den Gelenken, später tritt er auch an Rumpf und Gesäß auf. Im Kleinkindes- und Schulalter sind vor allem die Beugefalten an Ellenbogen- und Kniegelenk betroffen, häufig auch Nacken, Handgelenke und Füße. Allerdings verlaufen die Ekzemschübe in diesem jungen Alter noch harmlos. Ab dem Grundschulalter tritt die Neurodermitis ausgeprägter und mit schwererer Symptomatik auf. Im Erwachsenenalter bildet sich das Ekzem an denselben Körperregionen wie beim älteren Kind. Besonders oft betroffen sind die Hände.

Patienten mit einem atopischen Ekzem sollten ekzemauslösende Allergene und Faktoren weitgehend meiden. Darüber hinaus ist eine sinnvolle Basispflege wichtig, da von Neurodermitis betroffenen Haut rasch an Fett und Feuchtigkeit verliert, wodurch die Haut bisweilen geradezu aufspringt und Wunden schlecht verheilen.Eine medikamentöse Behandlung bei akuten Schüben erfolgt in der Regel in Form von cortisonhaltigen Cremes und Salben. Bei starkem Juckreiz wird die orale Einnahme von Antihistaminika empfohlen.

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