Spezifische Immuntherapie: Motivation und Hilfe für den Alltag

Eine Spezifische Immuntherapie dauert mindestens drei Jahre. Dabei ist entweder die tägliche Einnahme von Tabletten oder Tropfen (SLIT) nötig, oder aber das regelmäßige Wahrnehmen von Arztterminen, falls sich die Patienten für die Injektionstherapie (SCIT) entschieden haben. Wer dabei mit der Einnahme der Medikamente allzu sehr ins Schludern gerät oder seine Arzttermine vergisst, bekommt ein Problem: Der aufgebaute Schutz nimmt wieder ab. Das bedeutet, Motivation und Bemühung der Patienten sind bei der SIT entscheidend für den Therapieerfolg.



Immer wieder stellen Ärzte fest, dass eine umfassende Aufklärung und Beratung von Patienten oder deren Eltern enorm wichtig ist, damit der Ernst der Allergie nicht verkannt wird. Auch während der Therapie sollten Patienten regelmäßig den Arzt aufsuchen, um mit ihm über Veränderungen ihrer Beschwerden zu sprechen. Insbesondere während einer beschwerdefreien Zeit neigen viele Patienten dazu, Termine zu verschieben beziehungsweise die Einnahme der Tabletten oder Tropfen zu vergessen. Hier ist ein strenges ärztliches Monitoring unabdingbar, um den Patienten bei Stange zu halten.

Bei allergischen Kindern können Eltern diese Kontrollfunktion übernehmen. Das Kind sollte dabei verstehen können, warum es wichtig ist, an der Behandlung mitzuarbeiten. Daher ist es notwendig, dem Kind anschaulich zu vermitteln, was in seinem Körper vor sich geht und wie die Therapie genau wirkt. In schwierigen Phasen können Eltern auch anderweitig nachhelfen, zum Beispiel mit kleinen Belohnungen.

Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es ratsam, über die Behandlung Buch zu führen. Patienten sollten sich dabei nicht nur Arzttermine und Einnahmezeiten notieren, sondern auch die Entwicklung der Symptome festhalten. Das muss nicht mithilfe von Stift und Zettel geschehen, sondern ist auch mit einer Allergie-App per Smartphone möglich. Gerade jüngere Patienten ziehen diese spielerische Variante dem handschriftlichen Protokollieren gerne vor. Im Netz gibt es inzwischen eine Vielzahl von kostenlosen Apps – welche im individuellen Fall am meisten nützt, muss ein jeder für sich selbst herausfinden.



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